Regensburg

Voderholzer weist Vorwürfe gegen Papst Franziskus zurück

Eine Online-Petition, die den Umgang mit den „Pachamama“-Figuren auf der Amazonas-Synode kritisiert, nimmt Bezug auf eine Predigt des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer. Der wehrt sich gegen die Vereinnahmung.
Bischof Voderholzer
Foto: Maria Irl (KNA) | Am Samstag segnete Bischof Rudolf Voderholzer im Marienwallfahrtsort Heiligenbrunn den malerisch in der Natur gelegenen Ehe-Weg.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich gegen eine Vereinnahmung seiner Predigt vom 31. Oktober gewehrt. Die Unterzeichner einer Online-Petition, die Papst Franziskus „sakrilegische und abergläubische Handlungen“ im Rahmen der Amazonas-Synode vorwirft, beziehen sich auch auf seine Einlassungen zum Sankt-Wolfgang-Tag. „Diesen Bezug und die mit ihm verknüpften Vorwürfe gegen Papst Franziskus weise ich entschieden zurück“, so Voderholzer in einer Stellungnahme.

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Verurteilungen mit Internetaktionen gehen an der Sache vorbei

Mit seiner Predigt beteilige er sich an dem Ringen um den richtigen Weg der Kirche. „Vorwürfe, Anschuldigungen oder gar Verurteilungen des Heiligen Vaters mit Internetaktionen gehen an der Sache vorbei und sind nicht der Weg, der zu diesem Ziel führt.“ Sie seien deshalb auch nicht sein Weg.

Unter dem Titel „Contra Recentia Sacrilegia“ protestieren diverse Persönlichkeiten der katholischen Prominenz seit dem 9. November gegen den Umgang des Heiligen Vaters mit den „Pachamama-Figuren“, namentlich im Zuge einer Zeremonie in den Vatikanischen Gärten und der Aufstellung in der Kirche Santa Maria in Traspontina. Neben Bischof Voderholzer beriefen sich die Petenten auch auf Äußerungen von Kardinal Walter Brandmüller, Kardinal Gerhard Müller und Kardinal Jorge Urosa Savino.

Auch Erzbischof Viganò zählt zu den Unterzeichnern

Die Diskussion um die Holzfiguren hatte mit deren Wurf in den Tiber durch den Lebensrechtler Alexander Tschugguel ihren Höhepunkt erreicht. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderen der Historiker Roberto de Mattei, der Vatikankorrespondent Marco Tosatti, Erzbischof Carlo Maria Viganò und die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

DT/mga

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