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Voderholzer: Corona rückt Wesenskern des Weihnachtsfestes in den Vordergrund

Die Coronavirus-Pandemie könnte nach Ansicht des Regensburger Bischofs das Weihnachtsfest von Dingen befreien, die den eigentlichen Anlass verdunkeln. Zu Beginn des neuerlichen Lockdowns ruft er zu gesamtgesellschaftlicher Solidarität auf.
Vorweihnachtliche Adventszeit in Zeiten des Coronavirus
Foto: Bernd Thissen (dpa) | Vor allem die vorweihnachtliche Adventszeit sei immer mehr aus dem Blick der Menschen geraten, so der Regensburger Bischof weiter. Tatsächlich sei sie eine „Zeit der Stille, des Fastens und der Besinnung“.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer sieht eine Chance, dass sich die Menschen angesichts eines Weihnachtsfestes unter den Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie wieder verstärkt auf den christlichen Wesenskern des Festes zurückbesinnen könnten. Vielleicht werde das Virus dazu beitragen, „dass das Weihnachtsfest von manchen Dingen befreit sein wird, die nicht unbedingt mit der Feier der Geburt unseres Herrn Jesus Christus zu tun haben, sie sogar eher verdunkeln“, so Voderholzer in seiner Predigt beim Gottesdienst zum Hochfest des heiligen Wolfgangs am vergangenen Sonntag. Corona könnte das Weihnachtsfest sogar „reinigen“ und seinen wahren Inhalt neu freilegen.

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Kommende Adventszeit neu entdecken

Vor allem die vorweihnachtliche Adventszeit sei immer mehr aus dem Blick der Menschen geraten, so der Regensburger Bischöfe weiter. Tatsächlich sei sie eine „Zeit der Stille, des Fastens und der Besinnung“. Die pandemiebedingten Beschränkungen würden in diesem Jahr vermutlich sogar helfen, dies neu zu entdecken. Er ermutige alle dazu, so Voderholzer, die kommende Adventszeit neu zu entdecken als die Zeit nicht schon der vorweggenommenen „Weihnachtsfeiern“, sondern als „Zeit der Erwartung, der Bereitung des eigenen Herzens für die wieder neue ,Ankunft des Herrn' in meinem eigenen Leben, für die ,Gottesgeburt in der Seele' eines jeden Christenmenschen“.

Dass beispielsweise die Gastronomie unter den Ausfällen leiden werde sei jedoch eine schmerzhafte Schattenseite, da es um Arbeitsplätze und Existenzen gehe. Hier werde sich die Solidarität der Gesellschaft bewähren müssen, so der Regensburger Bischöfe: Erzwungene Verdienstausfälle müssten solidarisch kompensiert werden. 

Vertrauen in Gottesdienste trotz Lockdown rechtfertigen

Gleichzeitig dankte Voderholzer dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, dass Gottesdienste unter den Bedingungen des neuerlichen Lockdowns stattfinden dürften. Diesen nannte der Bischöfe „differenziert“. „Der Ministerpräsident hat dies sogar ausdrücklich mit dem Hinweis auf die Religionsfreiheit begründet.“ Er habe Söder in einem Dankesbrief versichert, dass man alles unternehmen werde, „um unserer Verantwortung gerecht zu werden und dieses Vertrauen zu rechtfertigen“. Die Katholiken im Bistum Regensburg rief er zur Mithilfe dabei auf, das Versprechen auch wirklich einzuhalten.  DT/mlu

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