Ehe die US-Amerikaner am 4. Juli den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung ihres Landes feiern, setzen die amerikanischen Katholiken am 11. Juni ein Zeichen für die Einheit der Ortskirchen: Am 11. Juni, dem Tag vor dem liturgischen Hochfest des heiligsten Herzens Jesu, weihen die Bischöfe das Land dem Herzen Jesu. Der Weiheakt kann von den Gläubigen in allen Pfarreien mitvollzogen werden und stärkt Papst Leos Mission, die Kirche zu einen: Denn die Einheit unter den kulturell so unterschiedlichen und vielsprachigen Gläubigen lässt sich durch ein nationales geistliches Ziel fördern, das sich in den kommenden Jahren wiederholen lässt. Die LGBTQ-Bewegung soll nicht das letzte Wort über den traditionellen Herz-Jesu-Monat Juni haben.
Die Katholiken ringen glaubwürdig um Einheit und geben der gespaltenen Nation ein Beispiel. Ausdrücklich verweisen die Bischöfe auf die Enzyklika von Papst Franziskus „Dilexit nos“. Ein versöhnlicher Tenor zur rechten Zeit: Im Land der Franziskuskritiker wird das wertvollste Erbe seines Pontifikats – die Ermutigung zur Herz-Jesu-Verehrung – nicht übersehen, sondern unter den Gläubigen bekannt gemacht – universal und wahrhaft katholisch. So viel Streben nach Einheit stärkt in Zeiten der Verwerfungen zwischen Rom und Washington auch den amtierenden Papst.
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