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Schießler zu Toni Faber: Zölibat „das Intimste, was es gibt“

Der Münchner Promi-Pfarrer stellt sich hinter den scheidenden Wiener Dompfarrer. Mit der Ehelosigkeit pflegen beide einen kreativen Umgang – doch München ist nicht Wien.
Pfarrer Rainer Maria Schießler
Foto: IMAGO/Stefan M. Prager (www.imago-images.de) | Immer für einen Schnappschuss gut: Pfarrer Rainer Maria Schießler mit Stola und Sechzger-Schal bei der Einweihung der Münchner Sportsbar Zum Stiftl.

Der prominente Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler verteidigt den Wiener Dompfarrer Toni Faber. Der soll, so berichteten österreichische Medien, nach 30 Jahren als Dompfarrer nun in Pension gehen – auch, weil er „intern nicht unumstritten“ sei. Ein Kritikpunkt seines Vorgesetzten: Der gesellige Dompfarrer, der auf Society-Events gerne mit seiner „ständigen Begleitung“ auftaucht, habe beim Zölibat „eine Lösung gefunden, mit der ich mich schwertue“, so der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl vor einigen Wochen im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.

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Nun sagt Schießler, der sich, nicht unähnlich wie Faber, mit so medientauglichem wie volksnahem Auftreten und auch immer wieder mit Kritik am Zölibat einen Namen gemacht hat, im Gespräch mit „katholisch.de“, die derzeitige Debatte um seine Person habe „der Dompfarrer und kein anderer von uns verdient“. Faber, den er gut kenne, habe sein Amt „so wie ich 30 Jahre lang versehen und das immer mit großer Hingabe, Kreativität und Mut. Jetzt brodelt plötzlich die Gerüchteküche, redet man über diese Dinge, als wären sie nie früher sichtbar gewesen. Ich hätte mir halt gewünscht, dass das ganze Thema etwas mehr hinter den Kulissen stattfindet.“

Der Zölibat, so Schießler weiter, sei „das Intimste, was es gibt.“ Da solle und müsse nicht jeder reinreden. Daher bitte er, dass das wie bei ihm „ebenso beim Wiener Dompfarrer als privat angesehen wird.“ Als Priester habe er genauso ein Recht auf sein Privatleben. Ein Ehepaar würde er „nicht mal im Beichtstuhl fragen, wie es sein Eheleben gestaltet.“ Schießler lebt selbst in einer „Partnerschaft“ mit einer Frau, gibt aber an, den Zölibat zu leben. Sein persönlicher Verzicht auf Ehe und Familie bedeute nicht, dass er in Einsamkeit leben müsse; das, was unter Sex verstanden werde, sei aber tabu, so Schießler einmal gegenüber der Münchner Abendzeitung.

Er selbst, so Schießler gegenüber katholisch.de, habe nie Nachfragen von seinem Erzbischof, dem Münchner Kardinal Reinhard Marx, bekommen. „Es gab nie etwas zu verbergen und zu erklären.“ (DT/jra)

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