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Wiener Dompfarrer Toni Faber vor Ablöse?

Österreichs Boulevard heizt Spekulationen um High-Society-Priester Toni Faber an. Erzdiözese Wien bestätigt Gespräche mit Erzbischof Grünwidl.
Toni Faber auf dem Zuckerbäckerball
Foto: (c) Kurt Piles / Imago / Wien (www.imago-images.de) | Mit "Begleitung" auf dem Wiener Zuckerbäckerball 2025: Der "nicht unumstrittene" Dompfarrer Toni Faber.

Der Wiener Stephansdom ist Österreichs bekannteste Kirche, ein Touristenmagnet und zugleich ein Wahrzeichen des Landes. Der seit fast drei Jahrzehnten hier wirkende Dompfarrer Toni Faber ist einer der berühmtesten Priester Österreichs, ein gern gesehener Gast bei High-Society-Events und vielzitierter Medienstar. Faber kritisiert den Zölibat nicht nur in Interviews und in seiner Kolumne in einer österreichischen Tageszeitung, er taucht bei noblen gesellschaftlichen Anlässen auch gerne in charmanter weiblicher Begleitung auf, die in Medien unverblümt als „Freundin“ des Dompfarrers tituliert wird.

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Am Donnerstag nun spekulierte Österreichs auflagenstärkste Tageszeitung, die „Kronen Zeitung“, auf der Titelseite: „Für Toni Faber stehen Zeichen auf Abschied“. Der „weltoffene Kirchenmann“ sei „intern nicht unumstritten“, heißt es da auf Seite eins der Boulevardzeitung. Er „könnte zum 30-Jahr-Jubiläum in die Pension gehen“ und „Freundin Natalie würde sich über mehr Zeit freuen“. Faber selbst nennt seine Natalie „meine ständige Begleitung“, will aber zugleich, „dass das Persönliche und Diskrete nicht in Schlagzeilen oder in Artikeln publiziert wird“, wie er jüngst in einem ORF-Talk sagte.

Tatsächlich seien „Dompfarrer und Erzbischof miteinander im Gespräch“, bestätigte der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Michael Prüller, postwendend. Das habe Erzbischof Josef Grünwidl selbst „immer wieder bestätigt“. Allerdings: „Solange kein Ergebnis vorliegt, können wir aber nichts weiter darüber sagen.“ In einem Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ hatte Grünwidl am 5. April erklärt, Faber habe beim Zölibat „eine Lösung gefunden, mit der ich mich schwertue. Wir sind im Gespräch, um eine Lösung zu finden.“ Er selbst halte den Zölibat für „eine tolle Lebensform“.

Der heute 64-jährige Toni Faber war ab 1. Juli 1997 als Moderator in der Dompfarrei St. Stephan in Wien tätig. Mit Wirkung zum 1. Januar 1999 ernannte ihn der damalige Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, zum Dompfarrer von St. Stephan. Laut „Kronen Zeitung“ könnte die Pensionierung Fabers zum 30-jährigen Dienstjubiläum am Stephansdom stattfinden. Als Begründung nennt die Zeitung, etwas unscharf formuliert, Fabers „offenen Umgang“ mit dem Zölibat.
DT/sba

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