Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Umfrage zu Feiertag

Mehrheit möchte Christi Himmelfahrt nicht „abschaffen“

Es geht um die Freizeit: Laut Umfrage möchten die meisten Deutschen Christi Himmelfahrt als Feiertag behalten. Jedoch selten aus religiösen Motiven.
Am 14. Mai ist Christi Himmelfahrt
Foto: IMAGO/Zoonar.com/Rüdiger Rebmann (www.imago-images.de) | Am 14. Mai ist Christi Himmelfahrt. Das in der katholischen Kirche anerkannte Hochfest feiern jedoch die wenigsten: Einen Gottesdienst besuchen an dem Tag nur sechs Prozent.

Christi Himmelfahrt soll nach Meinung der Mehrheit der Bevölkerung als Feiertag erhalten bleiben. Das ergab eine Umfrage des Kölner Marktforschungsinstituts YouGov, wie aus einer Pressemitteilung der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) von Dienstag hervorgeht. 60 Prozent der Befragten waren „voll und ganz“ der Meinung, der Feiertag solle bleiben, 17 Prozent stimmten der Aussage „eher“ zu.

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Überdurchschnittlich viel Zustimmung kam von den 45- bis 54-Jährigen, die mit 68 Prozent für den Verbleib von Christi Himmelfahrt als einem freien Tag votierten.

Nur sechs Prozent besuchen einen Gottesdienst

Das in der katholischen Kirche anerkannte Hochfest feiern jedoch die wenigsten der Umfragebeteiligten: Einen Gottesdienst besuchen an dem Tag nur sechs Prozent von ihnen. 51 Prozent bevorzugen, zu Hause zu entspannen, 44 Prozent verbringen Zeit mit Familie oder Freunden. 20 Prozent möchten eine Kurzreise oder einen Ausflug unternehmen. An der Umfrage nahmen 4.024 Personen in Deutschland ab 18 Jahren teil.

40 Tage nach Ostern begeht die katholische Kirche die Heimkehr Jesu zu Gott dem Vater, das Fest Christi Himmelfahrt. Darauf folgen neun Tage, in denen vermehrt um die Niederkunft des Heiligen Geistes gebetet wird. Diese feiert man wiederum an Pfingsten. In Deutschland ist Christi Himmelfahrt ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag, mehr und mehr feiert man ihn auch als Vatertag.  DT/elih

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