Es war nicht die allerunverbrauchteste Frage, aber wenn es einen Ort gibt, an dem sie wohl gestellt werden sollte, dann ist es der Katholikentag: „Wie politisch muss Kirche sein?“ Darüber debattierten am Freitag in Würzburg folgerichtig der Münchner Erzbischof, Reinhard Kardinal Marx, der CDU-Politiker Ralph Brinkhaus, die EKD-Ratsbevollmächtigte Annette Gidion und die Sozialethikerin Marianne Heimbach-Steins. Dass die Podiumsdiskussion wenigstens hin und wieder zu dem „Streitgespräch“ wurde, als das es angekündigt war, lag neben der soliden Moderation durch ZDF-Mann Stefan Leifert ausschließlich an Ralph Brinkhaus.
KI-Marx und das utopische Moment der Politkirche
Ralph Brinkhaus fordert mehr Gottesbezug, Kardinal Marx hält sich lieber an die Vernunft. Doch wie jenseitig dürfen politische Ratschläge der Kirche dann noch sein?
