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Keine Synodalkonferenz ab November?

Der DBK-Vorsitzende Heiner Wilmer verweist auf „Dynamiken“ bei der Prüfung der Satzung in den römischen Dikasterien.
Heiner Wilmer
Foto: IMAGO/Daniel Peter (www.imago-images.de) | Der neue DBK-Vorsitzende Heiner Wilmer.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, geht nicht davon aus, dass die Synodalkonferenz als Verstetigung des Synodalen Wegs schon im November 2026 zusammenkommen wird. Grund seien „die Dynamiken“ bei der Prüfung der Satzung in den römischen Dikasterien. Diese gehe „von einem Dikasterium ins nächste“, erklärte Wilmer gegenüber dem Fernsehsender „Phoenix“ am Rande des Katholikentags in Würzburg. Man brauche etwas Geduld, er sei jedoch zuversichtlich.

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Bereits zu Beginn des Jahres hatte Wilmer erklärt, man werde nicht ohne Zustimmung aus dem Vatikan mit der Synodalkonferenz starten. Dies wäre eine Provokation, die man vermeiden wolle. Ein zentraler Streitpunkt der Satzung ist das gemeinsame Beraten und Entscheiden von Diözesanbischöfen und Laien. Der Vatikan hatte diesem Vorhaben mehrfach Grenzen gesetzt. Dennoch heißt es in der aktuellen Fassung der Satzung, die Synodalkonferenz „berät und fasst Beschlüsse im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung“.

„Immer im Einklang mit der Weltkirche“

Unabhängig von Rom und mit Blick auf diejenigen Bischöfe, die die Finanzierung des neuen Gremiums verweigert haben, erklärte Wilmer, er gehe davon aus, dass die deutschen Bischöfe künftig zusammenstehen und gemeinsam Verantwortung übernehmen werden.

Zu den Segensfeiern äußerte sich Wilmer diplomatisch. Jeder Mensch sei geliebt und dürfe gesegnet werden. Die einzelnen Diözesanbischöfe könnten „nach pastoralen Erkenntnissen“ so handeln, „wie sie denken, dass es der Ortskirche zustehe“, und fügte hinzu: „immer im Einklang mit der Weltkirche“ und mit dem Heiligen Vater.  DT/dsc

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