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Stuttgarter Kaiser-Denkmal wird verhüllt

Laut Veranstalter sollen die Themen "Kaiser", "Nationalismus" und "Kolonialisierung", für das das Denkmal steht, auf dem Katholikentag thematisiert werden.
Altes Schloss mit Krone und Reiterdenkmal Kaiser Wilhelm I. in Stuttgart
| Foto: IMAGO /imagebroker // Reiterdenkmal Kaiser Wilhelms I. auf dem Stuttartert Karlsplatz. Hier werden auf dem Katholikentag weltkirchliche Initiativen Veranstaltungen anbieten.

Während des Katholikentages vom 25. bis 28. Mai in Stuttgart soll das Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm I. auf dem Stuttgarter Karlsplatz Rot verhüllt werden. Das gab die katholische Nachrichtenagentur KNA am Montag bekannt. Grund ist die Verbindung des Denkmals zu Nationalismus und Kolonialismus im Deutschen Reich. Darum organisiert „Zentrum Weltkirche“ von Mittwoch bis Sonntag diverse Veranstaltungen zu  diesen Themen.

Weltkirchliche engagierte Initiativen bieten Aktionen an

Unter anderem werden sich rund um das Denkmal katholische Hilfswerke, muttersprachliche Gemeinden aus Württemberg und andere Initiativen präsentieren, die sich weltkirchlich engagieren. Unter anderen soll eine Aktion angeboten werden, bei der Interessierte Collagen aus Fotos zum Thema „Kaiser, Nationalismus, Kolonialismus und wir – Spuren, die in die Gegenwart führen“ gestalten und einreichen können. Die Collagen werden am Denkmal und im Welthaus ausgestellt. Außerdem soll dort am Samstag eine Tanz-Performance am Denkmal stattfinden. 

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Das Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm I. ist eines von 400 Denkmälern, die zu Ehren dieses Kaisers in Deutschland errichtet worden sind. Mit dessen Enthüllung im Jahr 1898 — zehn Jahre nach dem Tod des Kaisers — wollte Württemberg seine Zugehörigkeit zum Kaiserreich bekunden. Das Denkmal ist mit Sockel rund acht Meter hoch und zeigt den Herrscher mit dem Blick aufs Schloss gerichtet. Früher stand an der Stelle ein Brunnen. Entworfen haben das Denkmal die Münchener Professoren  Wilhelm von Rümann und Friedrich Ritter von Thiersch.  DT/dsc

 

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