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Jesuit Wucherpfennig schlägt Katechismus-Änderung zu Homosexualität vor

Die Formulierungen im Katechismus seien nicht in ihrer Intention diskriminierend, würden aber von vielen Homosexuellen so wahrgenommen, meint der Frankfurter Jesuitenpater Wucherpfennig. Die Kirche sieht er vor einem Kurswechsel in Sachen Homosexualität.
Jesuit Wucherpfennig: Katechismus zu Homosexualität ändern
Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) | Wucherpfennig deutet die Aussagen des Papstes auch dahingehend, dass Schwule und Lesben in den Kirchengemeinden und in den Kirchen willkommen seien „und das auch so spüren“.

Nach den Äußerungen von Papst Franziskus, er unterstütze eingetragene Lebenspartnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare, hat sich der Frankfurter Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig mit dem Vorstoß zu Wort gemeldet, Formulierungen zu Homosexualität im Katechismus müssten geändert werden. Zwar fordere der Katechismus den Respekt gegenüber Homosexuellen. „Aber die Formulierungen, die er dann verwendet bei dieser Forderung nach dem Respekt, sind so, dass sie ihrerseits schon wieder diskriminierend sind“, erklärt Wucherpfennig im Gespräch mit dem Internetportal „domradio.de“.

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Wucherpfennig sieht Formulierungen als diskriminiernend

Weiter führt der langjähriger Rektor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und Professor für die Exegese des Neuen Testaments aus, die Formulierungen im Katechismus seien „vielleicht nicht in ihrer Intention diskriminierend, aber werden von vielen Homosexuellen als diskriminierend empfunden – und nicht nur von ihnen, sondern auch von mir“.

Sein Eindruck sei, so Wucherpfennig, dass die Kirche jetzt tatsächlich nachziehe „und dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung trägt und merkt, dass sie sich einfach zunehmend verschließt beziehungsweise in andere Welten begibt, wenn sie Homosexualität nicht anerkennt und sich dieser Wirklichkeit nicht stellt“.

Papst Franziskus hatte in einem am Mittwoch in Rom uraufgeführten Dokumentarfilm über sein Leben und Wirken erklärt, es brauche ein „Gesetz zur eingetragenen Lebenspartnerschaft. Auf diese Weise sind sie rechtlich abgesichert“. Homosexuelle hätten ein Recht darauf, Teil der Familie zu sein. Franziskus wörtlich: „Sie sind Kinder Gottes und haben ein Recht auf eine Familie. Niemand sollte hinausgeworfen werden oder deswegen unglücklich gemacht werden.“

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Franziskus geht es nicht nur um rechtliche Absicherung

Wucherpfennig deutet die Aussagen des Papstes auch dahingehend, dass Schwule und Lesben in den Kirchengemeinden und in den Kirchen willkommen seien „und das auch so spüren“. Es gehe dem Papst nicht nur um die zivilrechtlichen Fragen der notwendigen rechtlichen Absicherung, „sondern schon auch um die Frage der kirchlichen Atmosphäre und Stimmung gegenüber Homosexuellen“.  DT/mlu

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