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Erzbischof Pierbattista Pizzaballa: „Ostern ist nicht nur ein Schlagwort“

Lateinischer Patriarch spricht über den Krieg in der Ukraine. Es ist schwer in dieser Zeit von Hoffnung zu reden. Viele Touristen und Pilger sind im Heiligen Land.
Erzbischof Pierbattista Pizzaballa sprach in seiner Osterbotschaft über den Krieg in der Ukraine
| Der Lateinische Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa sprach in seiner Osterbotschaft über den Krieg in der Ukraine.

Der Lateinische Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, hat angesichts des Krieges in Europa und der Konflikte im Heiligen Land eingeräumt, dass es schwierig sei, „in der heutigen zerrissenen und gewalttätigen Welt“ von Hoffnung zu sprechen, „wenn wir die Folgen von Konflikten und Ungerechtigkeit sehen.“ Mit Blick auf die jüngsten gewalttätigen Spannungen, die im Heiligen Land wieder aufgeflammt sind, stellte Erzbischof Pizzaballa fest, dass diese Situationen „Misstrauen schaffen und die Gefahr bergen, dass die Hoffnung, die wir an Ostern verkünden, ausgelöscht wird“.

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Rede von Liebe 

Der Patriarch von Jerusalem erwähnte in seiner Osterbotschaft auch über den fortgesetzten Krieg in der Ukraine, „einem Land, das von einem Bruderland angegriffen wird, was menschliche Tragödien von ungeheurem Ausmaß verursacht“. In dieser und vielen anderen ähnlichen Situationen auf der ganzen Welt scheint „das Reden von Liebe, Frieden und Leben nur ein Schlagwort zu sein“.

Aber, so Erzbischof Pizzaballa: „Ostern ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Realität, die wir heute noch anfassen und leben können. Es ist nicht wahr, dass es in der Welt nur Dunkelheit und Gewalt gibt, und dass wir nur Tod und Schmerz erleben. Es gibt auch viel Liebe, viele Menschen, die ihr Leben für andere hingeben, die für Gerechtigkeit kämpfen, die sich für den Frieden einsetzen.“

Wieder viele Pilger

Nach Aufhebung der pandemiebedingten Einreise- und Bewegungsbeschränkungen – einzige Voraussetzung für die Einreise ist nun, dreifach geimpft beziehungsweise genesen zu sein – stellen die christlichen Pilger verschiedener Konfessionen inzwischen mindestens die Hälfte der Besucher im Heiligen Land dar. Das israelische Tourismusministerium schätzte die Zahl der Pilger während der diesjährigen Karwoche auf gut 30.000. DT/reg

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost eine Bericht über Ostern im Heiligen Land.

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