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Die stille Basis in Köln meldet sich zu Wort

Unter den Gläubigen im Erzbistum Köln wächst der Unmut über das Vorgehen des Kölner Diözesanrats gegen die Diözesanleitung. Der Bogen ist überspannt, zahlreiche Katholiken stellen sich hinter ihren Bischof.
Skyline von Köln mit dem Dom
Foto: Jochen Tack via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Mit seiner jüngsten Erklärung hat der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln den Bogen endgültig überspannt. Engagierte Katholiken wehren sich dagegen. Im Bild: Skyline von Köln mit dem Dom.

Mit der jüngsten Erklärung hat das Gremium den Bogen aus Sicht engagierter Katholiken nun endgültig überspannt. Vorige Woche hatte der Diözesanrat dem Kölner Erzbischof Kardinal Woelki „moralisches Versagen vorgeworfen“ und die sofortige Veröffentlichung des Gutachtens zur Untersuchung von Missbrauchsfällen gefordert, das im März zugänglich gemacht werden soll. Pikant an dem Vorstoß ist die Versuch, die Kölner Pfarrgemeinden zu vereinnahmen: Die Delegierten des Diözesanrates im Diözesanpastoralrat wollen ihre aktive Mitarbeit am Pastoralen Zukunftsweg vorübergehend aussetzen und damit Druck ausüben. 

Ohnehin ausgesetzte Beratungen

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Für Außenstehende nicht auf Anhieb erkennbar ist, dass die einschlägigen Beratungen ohnehin ausgesetzt sind: Wie Weihbischof Ansgar Puff, Bischofsvikar des Diözesanrats mitteilte, wird der Diözesanpastoralrat frühestens im Juni seine Beratungen zum Pastoralen Zukunftsweg wiederaufnehmen, da die Zeit dazwischen ausschließlich den Ergebnissen der unabhängigen Untersuchung zum Umgang mit sexuellem Missbrauch gewidmet sein wird.

Untersuchung abwarten

Margit Maria Weber, Leiterin des Wilhelm-Böhler-Klubs in Bonn ist überzeugt, dass sich der Diözesanrat ein Armutszeugnis ausgestellt hat. „Warum konnte nicht der Ausgang der von Kardinal Woelki selbst in Gang gesetzten Untersuchungen abgewartet werden, die kurz vor dem Abschluss stehen? “ Gläubige, die in den Pfarreien der Vielfalt kirchlichen Lebens ein Gesicht geben und nun de facto als „quantité négligeable“ übergangen werden – darunter überdurchschnittliche viele Frauen fragen nun, „wer der Diözesanrat ist, der mich angeblich als Katholikin des Erzbistums Köln vertritt.”

Markus Brandt, Seminarist des Erzbistums, bringt die Sache auf den Punkt: “Als Jurist und Christ, der Wahrheit verpflichtet, lese ich aus der Stellungnahme heraus, dass es dem Diözesanrat anscheinend gerade nicht um eine juristische Aufarbeitung des Missbrauchsskandals geht. Diese muss aber, solange es sich um lebende Personen handelt, bei der Aufarbeitung im Vordergrund stehen.” DT/reg

Mehr über die Unterstützung Kölner Katholiken für Kardinal Woelki lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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