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Der Weg der Berufung braucht die Gabe der Unterscheidung

Der langgediente Spiritual Pater Michael Schneider SJ stellt in der Beilage „welt&kirche“ Kriterien vor, die es dem Gläubigen ermöglichen sollen, als mündiger Christ zu leben.
Gebet für geistliche Berufungen
Foto: Jochen Lübke (dpa) | Das Finden des Willens Gottes ist auf das Engste mit dem Sich-Einlassen auf die eigene Lebenslinie verbunden: Wer bin ich? Wo liegen meine Fähigkeiten und Stärken, meine Grenzen und Schwierigkeiten?

Die "Unterscheidung der Geister" hilft dem Christen die Regungen und Bewegungen seiner Seele zu ordnen. Sie ist unerlässlich, um eine Wahl in einer guten und verantworteten Weise zu treffen. Vor allem bei der Suche und dem Folgen der eigenen Berufung hilft diese Gabe des Geistes, um zu prüfen und zu unterscheiden, was von Gott stammt und zu ihm hinführt – und was nicht. 

Sich auf die eigene Lebenslinie einlassen

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Dabei ist das Finden des Willens Gottes auf das Engste mit dem Sich-Einlassen auf die eigene Lebenslinie verbunden: Wer bin ich? Wo liegen meine Fähigkeiten und Stärken, meine Grenzen und Schwierigkeiten? Welche Aufgaben und Verpflichtungen habe ich? Nur wer sich hier genau kennt und weiß, was er will, wird wissen, was Gott von ihm will.

Der langgediente Spiritual Pater Michael Schneider SJ stellt in der Beilage „welt&kirche“ Kriterien vor, die es dem Gläubigen und noch mehr dem Sucher nach seiner Berufung, ermöglichen sollen, als mündiger Christ zu leben und sein Leben nicht nur in groben und großen Dingen, sondern Tag für Tag nach dem Evangelium zu gestalten. Dabei folgt Schneider in seinen Überlegungen dem ignatianischen Konzept einer geistlichen Pädagogik, die vor allem darauf hin befragt wird, was sie dem Menschen von heute als Unterscheidungs- und Entscheidungshilfen gibt, um den Willen Gottes im Alltag zu erkennen und gemäß der eigenen Berufung zu befolgen.  DT/ska

Lesen Sie den ausführlichen Beitrag in der Beilage „welt&kirche“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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