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Bischof Genn: Mehr Unterstützung für verfolgte Christen

Christen, die ihre Herkunftsländer aufgrund der dramatischen politischen Situation verlassen hätten, wolle man in der Fremde eine Heimat bieten, so der Münsteraner Bischof Felix Genn.
Bischof Genn verspricht Schutz für verfolgte Christen
Foto: Open Doors (Open Doors Deutschland e.V.) | Die Gefahr, dass der christliche Glaube in den Heimatländern verschwinde, sei groß, so Bischof Genn. Im Bild: ein junge ein seinem zerstörten Elternhaus in Karamles.

Der Münsteraner Bischöfe Felix Genn hat verfolgten Christen, die in Deutschland Zuflucht suchen, mehr Unterstützung versprochen. „Ob Sie aus dem Irak, dem Libanon oder aus Syrien kommen: Wir sind durch den Glauben miteinander verbunden“, so Genn am Wochenende bei einem Gottesdienst mit arabisch-sprechenden Christen im maronitischen Ritus. Man wolle ihnen in der Fremde eine Heimat bieten. Gleichzeitig erklärte der Bischöfe, er bete dafür, dass der christliche Glaube in den Heimatländern erhalten bleibe. „Die Gefahr, dass er dort verschwindet, bleibt groß.“

Keine Fremden, sondern Schwestern und Brüder

An dem Gottesdienst in der St.-Pius-Kirche in Münster nahmen rund 350 Christen teil. Bischöfe Genn sicherte den verfolgten Christen in seiner Predigt Hilfe bei allen pastoralen Aktivitäten und räumlichen Fragen zu. „Es ist sicher schwer, was Sie durch Ihre Flucht erlitten haben und was Sie durch die Schwierigkeiten der Integration noch immer belastet. Deshalb sollen Sie hier bei uns die Erfahrung machen, dass wir nicht Fremde, sondern Schwestern und Brüder sind.“

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Genn ging auch auf die dramatische Situation in einigen der Herkunftsländer der arabischen Christen ein. Man nehme Anteil an den Unruhen im Libanon und „dem furchtbaren Krieg in Nordsyrien, wo Sie als Familien betroffen sind und wo Menschen aus machtpolitischen Gründen vertrieben werden, die wir im Westen kaum durchschauen können“. Zugleich appellierte er an die Politik: Es müssten Wege gefunden werden, die immer zuerst die Menschlichkeit in den Vordergrund stellen und dieser alle anderen Interessen unterordnen würden.

Bischöfe kritisieren türkischen Einmarsch in Nordsyrien

Den Einmarsch der türkischen Truppen in Nordyrien hatten zuvor zahlreiche deutsche Bischöfe wie auch Papst Franziskus kritisiert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, sprach von einem „klaren Bruch des Völkerrechts“. Und auch Militärbischof Franz-Josef Overbeck brauchte seine Bedenken zum Ausdruck. „Es ist schon die Sorge zu spüren, dass ein größerer Flächenbrand daraus werden könnte“, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) nach einer Irak-Reise. Bei seinem Besuch in Erbil im irakischen Kurdengebiet habe er aber auch die Hoffnung gespürt, „dass die politisch Verantwortlichen entsprechend klug versuchen, weitere Eskalationen zu vermeiden“.

DT/mlu/KNA

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