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Papst fordert „Neue Seidenstraße“ der menschlichen Beziehungen

In der Pflege der geschwisterlichen „Freundschaften“, müsse man auf den „Durst der Welt nach Frieden zu antworten“, so Franziskus in Kasachstan.
Papst Franziskus in Kasachstan
Foto: IMAGO/VATICAN MEDIA / ipa-agency.net | „Die Stunde ist gekommen, um aus jenem Fundamentalismus zu erwachen, der jedes Bekenntnis beschmutzt und zersetzt, die Stunde, um das Herz rein und barmherzig zu machen.“

In einer Ansprache im kasachischen Nur-Sultan hat Papst Franziskus zu „Frieden, Freundschaft und Dialog“ zwischen den Religionen aufgerufen. Im Rahmen der Eröffnung des siebten „Kongress der Führer der weltweiten und traditionellen Religionen“ warnte er vor den „Allmachtsphantasien, die durch technische und wirtschaftliche Fortschritte hervorgerufen werden“.

Es sei die Aufgabe der „Brüder und Schwestern“ im „Namen der Geschwisterlichkeit“ auf den „Durst der Welt nach Frieden zu antworten und auf den Durst nach dem Unendlichen, der im Herzen eines jeden Menschen wohnt“, so Franziskus.

"Zu Handwerkern der Einheit werden"

Das kasachische Regime, das den Kongress seit 2003 regelmäßig ausrichtet, solle eine „neue Seidenstraße eröffnen“. Er stelle sich keine Handelsroute im herkömmlichen Sinn vor, so Franziskus, sondern einen Weg, auf dem es „um die menschlichen Beziehungen“ und „um den Respekt, um die Ehrlichkeit des Dialogs, um den unabdingbaren Wert eines jeden“ gehe.

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Mann müsse sich gemeinsam auf diesem Weg befinden, als „Wanderer mit einem zum Himmel gerichtetem Blick“, so Papst Franziskus: „Die Stunde ist gekommen, um aus jenem Fundamentalismus zu erwachen, der jedes Bekenntnis beschmutzt und zersetzt, die Stunde, um das Herz rein und barmherzig zu machen.“

Gemeinsam müsse man sich um die Menschen kümmern, allen zuhören, „zu Handwerkern der Einheit zu werden, zu Zeugen einer Zusammenarbeit, die die Grenzen der eigenen Gemeinschaft, der eigenen ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit“ überschreite.

„Gott ist Frieden und führt immer zum Frieden, niemals zum Krieg.“ Dazu müsse man aber „sonnige und geschwisterliche Freundschaften zu pflegen, durch häufigen Dialog und klare Aufrichtigkeit der Absichten.“

Auf dem Kongress sind Religionsführer aus etwa fünfzig Ländern anwesend. Unter ihnen der der islamische Großscheich Ahmed al-Tayyeb aus Kairo, der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. von Jerusalem und Israels Oberrabbiner Yitzhak Yosef und David Lau. Auch von der russisch-orthodoxen Kirche ist eine Delegation entsendet worden. DT/jmo

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