Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Vatikan

Leo XIV. ruft zu weltweitem Gebets- und Fastentag auf

Gläubige sollen am Freitag für Frieden und Gerechtigkeit beten – Papst fordert auch zur Vergebung auf.
Leo XIV.
Foto: Imago/SOPA Images | Während der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan erinnerte der Papst an die vielen Kriege im Heiligen Land, in der Ukraine und in anderen Regionen.

Papst Leo XIV. hat die Katholiken weltweit zu einem Tag des Fastens und Betens für den Frieden aufgerufen. Wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) berichtet, soll der kommende Freitag für Gebete für Frieden und Gerechtigkeit genutzt werden. Während der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan erinnerte der Papst an die vielen Kriege im Heiligen Land, in der Ukraine und in anderen Regionen. „Maria, Königin des Friedens, bitte für die Völker, dass sie den Weg des Friedens finden“, sagte er.

Aufruf zu Gebet und Vergebung

Leo XIV. betonte, die Gläubigen sollten durch Gebet und Vergebung dazu beitragen, das Leid der Opfer zu lindern. Vergebung bedeute nicht, das Böse zu verharmlosen, sondern zu verhindern, dass es weiteres Unheil hervorbringe. „Es bedeutet nicht, zu sagen, dass nichts geschehen ist, sondern alles zu tun, damit nicht der Groll über die Zukunft entscheidet“, erklärte der Papst. Auch wenn Vergebung vom anderen nicht angenommen werde, könne sie denjenigen befreien, der sie schenkt: „Sie löst den Groll auf, gibt den Frieden zurück und führt uns zu uns selbst zurück.“

Die Generalaudienz fand wie in den Sommermonaten üblich in der vatikanischen Audienzhalle statt. Wegen des großen Andrangs wurde sie zusätzlich in den Petersdom und auf den Vorplatz übertragen. Die Halle bietet Platz für höchstens 8.000 Personen. Nach dem offiziellen Teil nahm sich der Papst Zeit, viele Besucher persönlich zu begrüßen. Gegen Mittag verließ er die Halle, bedankte sich bei den Gläubigen für ihre Geduld und spendete ihnen den Segen.

Lesen Sie auch:

Der Fasten- und Gebetstag soll nach den Worten Leos XIV. ein Zeichen weltweiter Solidarität setzen. Die Gläubigen seien aufgerufen, gemeinsam um Frieden und Gerechtigkeit zu bitten und zugleich im persönlichen Leben Schritte der Versöhnung zu gehen. DT/jna

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Frieden und Friedenspolitik KNA - Katholische Nachrichten Agentur Katholikinnen und Katholiken Leo XIV. Päpste

Weitere Artikel

Für Leo XIV. muss das Gemeinwohl immer von den Realitäten vor Ort ausgehen. Wir veröffentlichen eine Reihe seiner deutlichsten Appelle.
23.12.2025, 14 Uhr
Redaktion
Mit dem Appell, sich nicht der Denkweise dieser Welt anzupassen, beendet Papst Leo XIV. die zweite Auszeit in Castel Gandolfo.
21.08.2025, 19 Uhr
Guido Horst
Die Kirche fordert von allen politischen Akteuren eine Gewissenserforschung, denn ohne Bekehrung wird es keinen echten Frieden geben.
16.06.2025, 11 Uhr
Stephan Baier

Kirche

Nur eine geeinte Kirche kann ein „Licht“ für die Völker sein. Auf der Suche nach der verlorenen Einheit hat der Papst mit den Kardinälen angefangen. Und vor den Diplomaten spricht er Tacheles.
09.01.2026, 11 Uhr
Guido Horst
Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Die Kardinalsversammlung in Rom ist ohne Ergebnisse oder neue Ideen zu Ende gegangen. Dem Papst ging es darum, das Band der Einheit zu stärken. Aber viele fehlten.
09.01.2026, 10 Uhr
Guido Horst
Mirko Cavar, früher Freikirchler, heute Katholik, lobt die Ökumene bei der MEHR-Konferenz. Er meint, die einzelnen Konfessionen könnten viel voneinander lernen.
08.01.2026, 13 Uhr
Elisabeth Hüffer
Der US-Bischof kritisiert den deutschen Sonderweg und plädiert für eine Synodalität, welche auf pastorale Praxis statt dauerhafte Grundsatzdiskussionen setzt.
09.01.2026, 10 Uhr
Meldung