Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kirche

Oster: „Junge Menschen ein Fest des Glaubens erleben lassen“

Junge Menschen halten einen jung, meint der Passauer Bischof Stefan Oster zu Beginn des Weltjugendtags in Panama. Wenn man sich auf echte Begegnungen einlasse, komme man immer verändert heraus.
Weltjugendtag in Panama
Foto: Arnulfo Franco (AP) | Oster zeigte sich darüber hinaus beeindruckt davon, wie überaus dankbar die Einheimischen seien, dass der Weltjugendtag in Panama stattfindet

Der Passauer Bischof Stefan Oster erwartet sich vom Weltjugendtag in Panama gute Begegnungen und Stärkung im Glauben. „Junge Menschen halten einen jung“, so der Jugendbischof im Gespräch mit dem katholischen Fernsehsender EWTN. Wenn man sich auf echte Begegnungen einlasse, komme man immer verändert heraus.

Zeigen, dass Christus das Leben und die Freude ist

Beim Weltjugendtag gehe es zunächst einmal darum, junge Menschen ein Fest des Glaubens erleben zu lassen, bei dem der Herr im Mittelpunkt steht, so Oster weiter. Dass dies möglich sei, hätten die letzten Weltjugendtage gezeigt. Das sei auch der Wunsch von Papst Franziskus. „Er will zeigen, dass Christus das Leben und die Freude ist. Er will junge Menschen dazu einladen, mit ihm zusammen den Herrn zu feiern.“ Gleichzeitig dürfe aber auch der Papst selbst im Mittelpunkt stehen, „weil er halt der Papst ist“, so Oster, auch wenn er selbst wahrscheinlich nicht im Mittelpunkt stehen wolle.

Auf die Frage, ob sich die Kirche momentan zu wenig bemühe, Menschen für den Glauben zu begeistern, entgegnete Oster: „Die Frage ist, was muss man alles tun. Das erste ist zunächst einmal glauben.“ Es helfe nicht, in Aktionismus zu verfallen. Viel wichtiger sei das persönliche Ringen um Heiligkeit, die Dimension des Opfers sowie der Aspekt des persönlichen und aufrichtigen Gebetes. Gefordert sei zudem „die Bereitschaft, mit jungen Menschen zu gehen, sie zu begleiten, an ihrer Seite zu stehen und sie auch auszuhalten in ihrer Verschiedenheit und manchmal Querköpfigkeit“, so der 53-Jährige.

Wunderbare Geschichten von überschwänglicher Gastfreundschaft

Oster zeigte sich darüber hinaus beeindruckt davon, wie überaus dankbar die Einheimischen seien, dass der Weltjugendtag in Panama stattfindet. „Sie fühlen sich als kleines Land und haben jetzt ein Weltereignis hier und fühlen sich dadurch ungeheuer wertgeschätzt“, so der Bischof. Von den jungen Menschen wiederum höre man „wunderbare Geschichten von Gastfreundschaft, die überschwänglich ist“. Teilnehmer seien in der Nacht empfangen worden, „mit großen Festen, mit Feuerwerk, mit Tänzen und Gesängen“.

Angesprochen auf das marianische Motto des Weltjugendtags („Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ – Lk 1,38) erklärte Oster, das dieses ins Innere des Treffens hinein gehöre. Papst Franziskus selbst habe schon seit längerem die marianischen Motti betont. Und auch die Jugendsynode im vergangenen Jahr habe sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. „Wie geht heute Begleitung mit und für junge Menschen? Wie finden junge Menschen ihre Berufung?“ Da passe das Motto wunderbar hinein.

DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
EWTN (Eternal Word Television Network) Jesus Christus Papst Franziskus Päpste Stefan Oster Weltjugendtag

Weitere Artikel

Einen Zeitplan gebe es aber noch nicht. Den Kirchen hierzulande traue er trotz ihrer derzeitigen Krise eine positive Entwicklung zu, so der Papst auf dem Rückflug nach Rom.
29.09.2026, 06 Uhr
Meldung
Der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers nimmt seinen Hut – ein Jahr vor dem üblichen Datum. Warum? Ein Rückblick auf eine nicht ganz konfliktfreie Amtszeit.
10.09.2026, 13 Uhr
Jakob Ranke

Kirche

Das Bischofstreffen in Rom zur Familienpastoral stößt auf wenig Interesse bei den Medien. Grund ist die Art und Weise, wie die Versammlung gelenkt und gesteuert wird.
10.10.2026, 12 Uhr
Guido Horst
Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Gott will glückliche Menschen, schreibt Erzbischof Georg Gänswein. Gott lädt zur Hochzeit seines Sohnes ein. Doch die Gäste haben vermeintlich Wichtigeres vor.
10.10.2026, 21 Uhr
Georg Gänswein