Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Katholikentag in Erfurt

Franziskus: „Der Friede Christi entsteht aus Liebe und Hingabe“

In einem Grußwort legt der Papst den Besuchern des 103. Katholikentages das Gebet ans Herz und ruft zu einer Neuorientierung an der Sendung Jesu auf.
Franziskus sendet ein Grußwort an den Katholikentag. Darin ruft er zu Neuorientierung und Gebet auf.
Foto: IMAGO/ABACA (www.imago-images.de) | Franziskus sendet ein Grußwort an den Katholikentag. Darin ruft er zu Neuorientierung und Gebet auf.

Papst Franziskus hat die Teilnehmer des 103. Katholikentages in Erfurt zum Gebet aufgerufen. „Beten wir um den Frieden“, so der Papst und erinnerte an das gemeinsame Zeugnis der Christen, die „mit einer Kerze in der Hand“ das „Wunder der friedlichen Wende“ ausgelöst hatten. Diese Erinnerung sei auch heute eine Ermutigung für uns.. Das diesjährige Motto des Katholikentages lautet „Zukunft hat der Mensch des Friedens“.

Lesen Sie auch:

 Dem Mensch des Friedens sei, so der Papst, Zukunft verheißen, weil er gerecht sei, tue, was Gott gefalle und ihm vertraue. „Die Tragik des Menschen ist es jedoch von Anfang an, dass er Gott nicht vertraut“, mahnt Franziskus. So sei die ursprüngliche gottgewollte Einheit und Harmonie alles Geschaffenen aus den Fugen geraten. Das empfänden heute viele, besonders junge Menschen aus allen Kulturen und Weltanschauungen. Sie spüren laut dem Papst, dass es einer Umkehr bedürfe.

Friede durch Selbsthingabe Christi

Franziskus erinnert an die Sendung Jesu, die im Zeichen dieser Neuausrichtung des Menschen auf Gott und damit auch einer Heilung seiner Beziehungen zu den Menschen und der Schöpfung stehe. Um die göttliche Ordnung wiederherzustellen, habe Jesus nicht selten die menschliche Logik auf den Kopf stellen müssen. Seinen Frieden habe er durch sein Blut am Kreuz gestiftet: „Der Friede Christi entsteht aus Liebe und Hingabe“, so Franziskus.

Christen seien gerufen, die Sendung Jesu fortzuführen. Nicht nur in Europa, sondern auch an anderen Orten der Welt scheinen laut dem Papst momentan grundlegende Menschenrechte gefährdet: „Durch zunehmenden Antisemitismus, durch Rassismus und weitere zu Extremismus und Gewalt tendierenden Ideologien.“ Diese Probleme können, so Franziskus, nur gemeinsam gelöst werden. Für einen Dialog zu diesem Zweck seien die Diskussionsveranstaltungen des Katholikentags eine gute Gelegenheit. DT/sdu

Info: 103. Katholikentag

Lesen Sie weitere Berichte zum 103. Katholikentag in unserem Dossier. 

Lesen Sie mehr aktuelle Berichterstattung zum 103. Katholikentag in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

Themen & Autoren
Meldung Katholikentag 2023 Antisemitismus Christen Jesus Christus Papst Franziskus Päpste

Weitere Artikel

Angesichts aktueller Ereignisse suhlen sich Politiker wie einfache Bürger in blindwütiger Parteinahme für eine jeweilige Seite. Dabei sind wir Europäer zumeist nur hilflose Zaungäste. 
24.04.2026, 09 Uhr
David Engels
Seit dem 7. Oktober 2023 prasselt der Hass auf Deutsche Juden ungehemmter ein. Die letzten drei Jahre zeigten aber auch Solidarität – nicht zuletzt von Christen. Danke!
22.04.2026, 21 Uhr
Philipp Peyman Engel
Am 18. Juli 1566 starb Bartolomé de Las Casas. Der Dominikaner setzte sich nach der Eroberung Lateinamerikas als Missionar und Bischof für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein.
18.07.2026, 05 Uhr
Josef Bordat

Kirche

Konferenz in Castel Gandolfo: Nobelpreisträger, Politiker und Religionsvertreter machen sich für internationale Regeln für KI stark und betonen die Verantwortung des Menschen.
17.07.2026, 14 Uhr
Meldung
Das Erzbistum München hebelt im Umgang mit spirituellem Missbrauch das Kirchenrecht aus. Was Betroffene riskieren, wenn sie das Gespräch mit dem Erzbistum suchen.
17.07.2026, 13 Uhr
Heribert Hallermann
Schwester Katharina Ganz wird Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes. Die Personalie hat nicht nur eine pastorale, sondern auch eine kirchenpolitische Dimension.
15.07.2026, 21 Uhr
Benjamin Leven
Die KHKT verliert ihre Führung: Rektor, Kanzlerin und Geschäftsführer hören auf. Medienspekulationen über die Hintergründe werfen Fragen auf. Die Debatte kommt zur Unzeit.
15.07.2026, 15 Uhr
Benjamin Leven Jakob Ranke