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Erzbischof Gössl: „Alles steht und fällt mit dem Gebet“

Die Gegenwart Gottes werde erfahrbar im Raum des Gebetes, schreibt Bambergs neuer Erzbischof in seinem ersten Fastenhirtenbrief.
Bambergs Erzbischof Herwig Gössl
Foto: Erzbistum Bamberg | Gössl betonte, im Taufgespräch ermutige er die Eltern immer, mit ihrem Kind zu beten. „Nicht erst, wenn es groß ist, sondern schon jetzt.“

Der neue Bamberger Erzbischof Herwig Gössl ruft die Gläubigen in seinem ersten Fastenhirtenbrief zum Gebet auf. „Alles steht und fällt mit dem Gebet“, schreibt der neue Oberhirte in dem Brief, der am Sonntag und in den Vorabendgottesdiensten des Erzbistums verlesen wurde. 

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Gössl betonte, im Taufgespräch ermutige er die Eltern immer, mit ihrem Kind zu beten. „Nicht erst, wenn es groß ist, sondern schon jetzt.“ Kinder würden nur das als wichtig für ihr Leben begreifen, was sie bei ihren Eltern oder später auch bei anderen Bezugspersonen als echt und authentisch wahrnehmen. Das gelte auch für Erwachsene. „Nichts ist so faszinierend, wie die Gemeinschaft betender Menschen zu erleben, darin einzutauchen und zu spüren, wie man mitgetragen wird.“

Dankbar für Initiativen wie "Nightfever"

Aber wo könnten Menschen heute diese Erfahrungen machen, „außer in Taizé oder in Wallfahrtsorten? Und wo können wir wahrnehmen, dass diese Gebetshaltung Menschen verwandelt, sie geduldiger, versöhnlicher, menschenfreundlicher macht?“ fragte Gössl.

In diesem Zusammenhang zeigte sich der Erzbischof dankbar für Initiativen wie „Nightfever“, alle Formen eucharistischer Anbetung und Gebetskreise, die mit dem Wort Jesu ernst machten: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ In solchen Räumen des Gebetes werde die Gegenwart Gottes erfahren. 

Gössl ermutigt: Gebet in den Alltag integrieren

Außerdem ermutigte Gössl dazu, das Gebet in den Familien, in generationenübergreifenden Hauskreisen, in den Kirchen und Kapellen, bei Fahrten und Freizeiten und in der Natur noch mehr zu pflegen und in den Alltag zu integrieren: „Schämen wir uns nicht, Gott in unser konkretes Leben hereinzubitten, dann wird seine Gegenwart uns erfüllen und uns beschenken mit Hoffnung und Zuversicht.“ Aus der Quelle des Gebets werde sich der Glaube vertiefen und damit auch die Kirche erneuern, schreibt Erzbischof Gössl.

Papst Franziskus hatte den bisherigen Diözesanadministrator Herwig Gössl am 9. Dezember 2023 zum Erzbischof von Bamberg ernannt. Am letzten Samstag war Gössl mit einem Festgottesdienst  im Bamberger Dom St. Peter und St. Georg in sein neues Amt eingeführt worden.  DT/chu

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