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Dogmatiker Kreiml hebt Bedeutung der Kirchenväter hervor

Die Kirchenväter seien entscheidend für die Lehre der Kirche, dass Maria von Beginn ihres Lebens an ohne Erbsünde war, so der Dogmatiker in einem Beitrag für die „Tagespost“.
Der Dogmatiker Josef Kreiml
Foto: privat | Josef Kreiml ist Dogmatiker und Vorsitzender des Institutum Marianum Regensburg e.V.

Der Dogmatiker Josef Kreiml hat die Bedeutung der Kirchenväter für die 1854 von der Kirche verkündete Lehre, dass Maria von Beginn ihres Lebens an ohne Erbsünde war, hervorgehoben. Im Zusammenhang mit der Menschwerdung Christi sei in der frühen Kirche schon bald die Einsicht vorhanden gewesen, dass die Mutter des Messias als Tempel Gottes geheiligt und von der Sünde gereinigt werden musste.

Theologische Sicht auf Erbsünde seit Mittelalter differenzierter

Kreiml verweist in diesem Zusammenhang auf Irenäus von Lyon und dessen Vorstellung, dass Maria bei der „Verkündigung des Herrn“ von der Sünde gereinigt wurde. Auch erwähnt er Sophronius von Jerusalem, der im Osten einer der bedeutendsten Zeugen für die Entwicklung der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis ist. Als bedeutenden Theologe des Westens, der die Sündenfreiheit Marias vertreten hat, nennt der Dogmatiker Augustinus zu nennen. Letzterer verweise um der Heiligkeit Christi willen auf die Heiligkeit seiner Mutter.

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Im Mittelalter sei die theologische Sicht auf die Erbsünde differenzierter geworden. „Treffender als Augustinus sieht Anselm von Canterbury den Kern des adamitischen Erbes in der fehlenden Urstandsgnade. Mit dieser differenzierteren Sicht lässt sich die Heiligung der Gottesmutter als eine ursprüngliche Begnadung begreifen. Wie die ursprüngliche Begnadung und Heiligung Marias mit ihrer grundsätzlichen Erlösungsbedürftigkeit zu verbinden sei, bildet die große Streitfrage der mittelalterlichen Theologie.“

Dieses Thema sei von den Dominikanern, die besonders die Erlösungsbedürftigkeit Marias betonten, und den Franziskanern, die vor allem ihre ursprüngliche Heiligung herausstellten, intensiv erörtert worden.  DT/reg

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