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Bischof Voderholzer: Keine Weiheämter für Frauen

Schon Christus habe sehr bewusst einen Kreis von Männern für den priesterlichen Dienst ausgewählt, so der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Die Kirche habe kein Recht, von dieser Vorgabe abzuweichen.
Bischof Voderholzer gegen Frauenweihe
Foto: KNA | Schon heute hätten Gemeinde- und Pastoralreferentinnen weit mehr Kompetenzen als die altkirchlichen Diakonissen, meinte Voderholzer.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich dagegen ausgesprochen, Frauen zu Weiheämtern zuzulassen. „Es führt uns keinen Millimeter weiter, wenn wir uns die Geschichte der Kirche zurechtbasteln, um uns dann am Ende etwa ein Frauenpriestertum zu genehmigen“, erklärte Voderholzer am Wochenende in einem Vortrag an der Hochschule Papst Benedikt XVI. in Heiligenkreuz bei Wien. Christus habe sehr bewusst mit Blick auf die innere Logik des priesterlichen Dienstes einen Kreis von Männern ausgewählt und ihnen die apostolischen Vollmachten übertragen.

Voderholzer: Diakonissen erfüllten nie apostolischen Dienst

Dabei habe Christus keine Rücksicht auf seine Zeit genommen, so der Regensburger Bischof weiter. „Er entschied im Gegensatz zu fast allen Kulturen seiner Zeit, die weibliches Priestertum in den unterschiedlichsten Formen kannten.“ Die Kirche habe kein Recht, von dieser Vorgabe abzuweichen. Eine vom Vatikan eigens zur Klärung der Frage eines möglichen Diakonats der Frau eingerichtete Kommission hatte jüngst ihre Arbeit abgeschlossen. Sie war allerdings zu keinen gemeinsamen Schlussfolgerungen gekommen.

Darüber hinaus wies Voderholzer darauf hin, dass Diakonissen nie einen apostolischen Dienst erfüllten. „Sie trugen kein Weiheamt. Das ist umfangreich erforscht und belegt und Papst Franziskus bezog sich mehrfach auf diese Forschungsergebnisse.“ Schon heute hätten Gemeinde- und Pastoralreferentinnen weit mehr Kompetenzen als die altkirchlichen Diakonissen, meinte Voderholzer.

Voderholzer warnt vor synodalem Prozess, der Kirche neu erfinden will

Der Regensburger Bischof äußerte sich auch zu dem von den deutschen Bischöfen auf ihrer Frühjahrsvollersammlung beschlossenen „synodalen Weg“. Ein synodaler Prozess, „der meint, vor allem die Kirche neu erfinden zu sollen, beschreitet einen Weg der Zerstörung“, warnte der 59-Jährige. „Er zerspaltet die Christen, er zerstückelt die Kirche, er beschädigt letztlich auch unsere Gesellschaft und belastet auch die evangelischen Glaubensgemeinschaften.“ Voderholzer äußerte zudem die Befürchtung, dass ein synodaler Prozess in die Enge hausgemachter Selbstbeschäftigung führe, aber nicht in die Weite, „die der Herr uns eröffnet hat“.

Zur Verbindlichkeit synodaler Prozesse meinte Voderholzer: „Die Landkarte des synodalen Prozesses ist die Kirche, und damit verweise ich auf ihre verbindliche Lehre und auf ihre Einheit, die sich über alle Zeiten und alle Grenzen erstreckt.“ Die Pflicht des bischöflichen Diensts komm im Weiheversprechen sehr konkret zum Ausdruck. Damit habe er als Bischof eine persönliche Verpflichtung übernommen, so der Bischof, „und kein Gremium, kein Komitee und keine Synode kann diese personale Verbindlichkeit ersetzen“. Das Prinzip der Personalität gehöre zum Wesen der Kirche.

"Das Prinzip der Personalität gehört zum Wesen der Kirche"

Bischof Voderholzer hielt in Heiligenkreuz den programmatischen Eröffnungsvortrag eines Symposiums zur Frage der Laienberufung. Darin ging er der Frage nach, was das Zweite Vatikanische Konzil über den Laien lehrt. Er stand unter dem Titel: „‚Den Laien ist der Weltcharakter in besonderer Weise eigen‘ (LG 31).

DT/mlu

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