Manfred Lütz: Der Skandal der Skandale

Das neue Buch von Manfred Lütz („Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums“) ist für Christen wie Atheisten gleichermaßen bereichernd. Auch, wenn letztere das nicht immer einsehen.

Manfred Lütz
Ein Bestseller: Das Buch „Skandal der Skandale: Die geheime Geschichte des Christentums“ von Manfred Lütz ist bei Herder erschienen. Foto: D. Biskup

Manchmal kämpft Manfred Lütz nicht nur „gegen die Sprachlosigkeit“ von katholischen Christen an, sondern auch gegen unerwünschte Bestellungen von Atheisten.

Hundert Kotzschalen für Manfred Lütz

Hundert Kotzschalen aus Pappe sind eine klare Ansage. Die Giordano-Bruno-Stiftung Sektion Mittelrhein schickte sie Manfred Lütz ins Krankenhaus. Der Autor des Buchs „Skandal der Skandale“, das sich mit Kirchengeschichte befasst, antwortete dem Vorsitzenden Michael Schmidt-Salomon, „dass der Atheismus wohl intellektuell ziemlich auf den Hund gekommen ist“.

Lütz: Mit Atheisten im Gespräch

Schmidt-Salomon sei das sehr peinlich gewesen und er habe das Angebot von Lütz, in eine Atheistenveranstaltung zu kommen und sich seriöser wissenschaftlicher Kritik zu stellen, angenommen. Diese finde nun am 16. September in Heidelberg statt. „Mir scheint, dass es bei gewissen Atheisten bestimmte Mythen gibt, die dringend der Entmythologisierung durch wissenschaftliche Aufklärung bedürfen“, so der Autor. Dabei will er behilflich sein.

Atheisten stellen das Buch vor

Er habe es bewusst vor allem von Atheisten vorstellen lassen, sagte Lütz. Diese seien auch durchaus angetan gewesen. Lütz zufolge sind es mittlerweile Atheisten wie Gregor Gysi oder Jürgen Habermas, die sich Sorgen machen um das christliche Fundament der Gesellschaft. Sie wüssten nur zu gut, dass Verfassungspatriotismus allein nicht reiche. „Wenn die Trumps, Dieter Bohlens und Heidi Klums die Atmosphäre bestimmen, dann wird es eiskalt in unserer Gesellschaft.“ Denn dann zähle nur noch
Erfolg, Geld und Der-Größte-Sein.

Warum das Christentum trotz Kreuzzügen die Toleranz in unserem heutigen Verständnis erfunden hat und wieviele Menschen tatsächlich der Inquisition zum Opfer fielen, erklärt Manfred Lütz im Interview mit Oliver Maksan. Lesen Sie es in der aktuellen „Tagespost“ vom 13. September 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT (jbj)