Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kongress widmet sich Christenverfolgung weltweit

Zeugnisse aus der „Ökumene des Blutes“

Beim Kongress „Christenverfolgung heute“ berichten Christen verschiedener Konfessionen von Leid und Hoffnung. Kraft gibt ihnen das Gebet.
Christenverfolgung in Südasien
Foto: Kirche in Not | Am kommenden Wochenende findet bereits zum achten Mal in Schwäbisch Gmünd der Kongress „Christenverfolgung heute“ statt.

Verfolgten Christen aus aller Welt in Deutschland eine Stimme geben – das ist das Anliegen des Kongresses „Christenverfolgung heute“, der vom 9. bis 12. November bereits zum achten Mal in Schwäbisch Gmünd stattfindet.

Lesen Sie auch:

„Wir möchten, dass nicht nur Hilfswerke über das Thema berichten, sondern dass wir unmittelbar von Christen hören, die in Ländern leben, in denen sie bedrängt und verfolgt werden. Was benötigen sie? Was wünschen sie sich von uns?“, sagt Daniela Städter, Gesamtleiterin der evangelischen Nachrichtenagentur Idea, die zusammen mit dem christlichen Gästezentrum Schönblick den Kongress im Zwei-Jahres-Rhythmus ausrichtet. Das Thema, das bei den Vorträgen und Zeugnissen ständig wiederkehre, sei das Gebet. Verfolgte Christen weltweit seien dankbar, wenn sie nicht vergessen werden und Menschen für sie beten. „Das Wissen, Teil des Leibes Christi zu sein“,  gebe ihnen viel Kraft.

Christenverfolgung und Religionsfreiheit im Fokus

In diesem Jahr berichten unter anderem Christen aus Nigeria, Syrien, Pakistan, Indien und der Ukraine. Dabei spiele die konfessionelle Zugehörigkeit keine Rolle. „Von Anfang an war klar, dass der Kongress ökumenisch ist“, erklärt Städter gegenüber der „Tagespost“. „Diejenigen, die Christen verfolgen, interessiert es nicht, ob diese evangelisch, katholisch oder orthodox sind. Entscheidend ist, dass sie zu Christus gehören – das ist das, was Kardinal Kurt Koch als ‚Ökumene des Blutes‘ bezeichnet hat.“

Das Thema Christenverfolgung sei auf das Thema der Religionsfreiheit ausgeweitet worden, da in den Ländern, in denen Christen verfolgt werden, häufig auch andere religiöse Minderheiten unter Druck stünden. Die Veranstalter freuen sich darüber, dass auch politische Vertreter wie der Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger teilnehmen, damit diese wichtigen Themen auch weiterhin Gehör in der Öffentlichkeit finden.

Der Kongress „Christenverfolgung heute“ fand erstmals 2009 mit rund zehn Partnern statt. Im Laufe der Jahre ist er stetig gewachsen: In diesem Jahr sind mehr als 40 Partner und rund 350 Teilnehmer dabei.  DT/sha

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Evangelische Kirche Jesus Christus Kardinal Kurt Koch Ökumene

Weitere Artikel

Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will die Autobahnfinanzierung reformieren. Die Gefahr besteht, dass ein neuer Schuldenberg anwächst.
17.09.2026, 07 Uhr
Benjamin Leven
Sina Hartert ist mit dem Nachwuchspreis Religionsfreiheit 2026 der Freien Theologischen Hochschule Gießen ausgezeichnet worden.
28.01.2026, 16 Uhr
Redaktion
Der Kabinettsumbau hat nur in einer Hinsicht einen Wechsel gebracht: Die Stimmung in der CDU ist jetzt noch schlechter als vorher.
29.07.2026, 17 Uhr
Sebastian Sasse

Kirche

Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Statt mit Erfahrungsberichten begann das Bischofstreffen in Rom dann doch mit theoretischen Erörterungen zu dem nachsynodalen Schreiben zu Ehe und Familie von Papst Franziskus.
08.10.2026, 09 Uhr
Guido Horst
10 Jahre nach dem Papstschreiben befasst man sich in Rom mit der christlichen Familie. Dass die Zulassung von Wiederverheirateten zu den Sakramenten zur Sprache kommt, ist nicht gesagt.
07.10.2026, 21 Uhr
Guido Horst
Der Apostolische Nuntius in Deutschland ruft dazu auf, nicht den eigenen Gefühle zu folgen, sondern Christus immer besser zu dienen – in Einheit mit der Kirche und dem Papst.
07.10.2026, 12 Uhr
Meldung