Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Würzburg

Wie lange schweigt der Muezzin?

Das Verbot religiöser Versammlungen macht Integrationsdefizite bei manchen Muslimen offenbar. Was ist nach dem Beginn des Ramadans zu erwarten?
Islam: Schulleiterin fordert deutschlandweiten Islamunterricht
Foto: Boris Roessler (dpa) | Islam: Wie steht es um die Integration?

Den Behörden ist es nicht vollständig gelungen, die Kontaktsperre auch in muslimischen Gemeinden durchzusetzen. So rief etwa am 3. April der Muezzin der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln zum Gebet. Schon wenig später hatten sich 300 Menschen vor der Moschee versammelt. Lassen sich hieraus Prognosen für Probleme während des Fastenmonats Ramadan ableiten, der bald startet? Nach dem Berliner Vorfall warnten sowohl die AfD-Politikerin Beatrix von Storch wie der ehemalige Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir vor Parallelgesellschaften.

Lesen Sie auch:

Nachdenken über "Euro-Islam"

Zeigen sich hier Defizite in der Integration mancher Muslime in die deutsche Gesellschaft? Welche Lehren sind daraus für die Zeit nach der Corona-Krise zu ziehen? Wäre es an der Zeit, wieder verstärkt über den sogenannten "Euro-Islam" nachzudenken, jenen Ansatz, den der Politik-Professor Bassam Tibi schon vor über einem Jahrzehnt entwickelt hat?

Mit diesen Fragen setzt sich Alfred Schlicht in seiner Analyse auseinander. Der Islamwissenschaftler, der als Diplomat in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens stationiert war, ist auch ein Kenner des islamischen Lebens in Deutschland. Auch hat er sich immer wieder mit Fragen der Integration auseinandergesetzt. So fragte er in seinem letzten Buch 2017 "Gehört der Islam zu Deutschland?"

 

DT/sesa

Lesen Sie die vollständige Analyse von Alfred Schlicht in der aktuellen Ausgabe der Tagespost. Kostenlos erhalten Sie das ePaper der aktuelle Ausgabe der Zeitung

Themen & Autoren
Redaktion Bassam Tibi Beatrix von Storch Cem Özdemir Moscheen Muslime Ramadan

Weitere Artikel

In Frankfurt gibt es jetzt eine Ramadan-Beleuchtung. Damit tut man den Muslimen keinen Gefallen. Sie werden für eine Ideologie instrumentalisiert, die nur ein Ziel hat: Hauptsache, die eigene ...
08.03.2024, 12 Uhr
Sebastian Sasse
Ein Zeichen des interkulturellen Dialogs: Österreichs Regierung lud zum Islamischen Fastenbrechen ins Wiener Weltmuseum.
21.04.2023, 19 Uhr
Stephan Baier

Kirche

Mit Hinweis auf den Papst, erklärte der Görlitzer Bischof Vertretern der Evangelischen Kirche, dass der Heilige Geist Protagonist einer Synode sein müsse. 
20.04.2024, 16 Uhr
Der von Papst Paul VI. eingeführte Weltgebetstag um geistliche Berufungen hat nichts von seiner Dringlichkeit verloren, schreibt Markus Hofmann.
20.04.2024, 19 Uhr
Markus Hofmann