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Warum die Palästinenser die ewigen Verlierer sind

Behrouz Khosrozadeh sieht Feinde des Friedens auf beiden Seiten am Werk – aber auch Hoffnungsträger.
Palästinenser trauern vor der Leichenhalle des Al-Aqsa-Krankenhauses um Angehörige
Foto: Adel Hana (AP)

Nicht nur die traditionellen Verbündeten Israels in Washington und Brüssel verlieren derzeit die Geduld mit Regierungschef Benjamin Netanjahu und seiner Kriegsführung. Umfragen zufolge soll die israelische Opposition um Benny Gantz und Jair Lapid bei Neuwahlen die meisten Parlamentssitze bekommen. „Tagespost“-Autor Behrouz Khosrozadeh meint darum: „Gantz und der Oppositionsführer in der Knesset, Lapid, der sich als Ministerpräsident bei der UN-Generalversammlung im September 2022 klar für die Zwei-Staaten-Lösung aussprach, könnten zukünftige Hoffnungsträger sein.“

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Die Schuldfrage - und eine differenzierte Antwort

Nach UNO-Angaben sind inzwischen mehr als 30.000 Palästinenser ums Leben gekommen, mehr als 70.000 seien verletzt worden, hunderttausende Menschen seien dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vor diesem Hintergrund stellt Behrouz Khosrozadeh, der an der Georg-August-Universität Göttingen als Lehrbeauftragter für Demokratieforschung wirkt, auch die Schuldfrage – und beantwortet sie differenziert: „Der palästinensisch-israelische Konflikt hätte ein erfreulicheres Ergebnis erfahren können, wenn auf beiden Seiten Friedensfeinde keinen so bedeutenden Einfluss auf dessen Verlauf ausüben könnten.“ 

Vor allem aber habe die Hamas den Frieden torpediert: Während Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hoffte, dass der Gazastreifen mit Hilfe reicher Golfstaaten zu einem Singapur des Nahen Ostens würde, machte die Hamas daraus einen Kriegsschauplatz. „Die Hamas ließ alle Vermittlungs- und Friedensinitiativen arabischer Länder, unter ihnen Ägypten und Saudi-Arabien, vereiteln.“ Doch auch die israelische Seite habe durch radikal-religiöse und ultranationalistische Regierungskoalitionen sowie Übergriffe fanatischer Siedler zum Scheitern des Friedens beigetragen. DT/sba

Lesen Sie die vollständige Analyse zum Nahost-Konflikt am Donnerstag in Ihrer „Tagespost“.

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