Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Erfurt/Würzburg

Vier von zehn Deutschen: Seelsorge in Hochwassergebieten ist starkes christliches Zeugnis

Stellt die Notfallseelsorge in den Hochwassergebieten ein starkes christliches Zeugnis dar? 39 Prozent der Deutschen sind dieser Ansicht, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt. Bei Katholiken ist der Anteil sogar noch höher.
Nach dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen
Foto: Oliver Berg (dpa) | Ein Kreuz liegt auf zusammengestellten Bänken in einer überfluteten Kirche. Das Hochwasser hat erhebliche Schäden in der Eifel angerichtet.

Fast vier von zehn Deutschen (39 Prozent) sind der Ansicht, dass die Notfallseelsorger in den Hochwassergebieten ein starkes christliches Zeugnis abgeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen sehen 15 Prozent dies nicht so; ebenfalls 39 Prozent wissen nicht, wie sie die Frage einschätzen sollen.

Lesen Sie auch:

Freikirchlicher stimmen am häufigsten zu

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Die Notfallseelsorger in den Hochwassergebieten geben ein starkes christliches Zeugnis ab.“ Der Anteil der Befragten, die der Aussage zustimmen, steigt mit steigendem Lebensalter der Befragten von 25 Prozent (18 bis 29 Jahre) auf 51 Prozent bei den über 60-Jährigen.

Von den katholischen Befragten ist eine überdurchschnittlich große Mehrheit von 51 Prozent der Ansicht, dass die Notfallseelsorger in den Hochwassergebieten ein starkes christliches Zeugnis abgeben. Nur 14 Prozent stimmen der Aussage nicht zu. Unter den Protestanten stimmen 50 Prozent und damit etwas weniger als unter den Katholiken der Aussage zu. Dafür sind jedoch nur 9 Prozent gegenteiliger Ansicht. Mit 54 Prozent ist bei Freikirchlern der Anteil derjenigen, die den Einsatz der Notfallseelsorger als starkes christliches Zeugnis werten, unter allen Konfessionen am höchsten. 14 Prozent in dieser Gruppe sind gegenteiliger Ansicht. 

Union-Wähler betonen am häufigsten christliches Zeugnis

Die Erhebung, für die 2.118 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 06. und dem 09. August befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Mit einer absoluten Mehrheit von 57 Prozent gaben unter allen Parteien Anhänger der Union am häufigsten an, die Notfallseelsorge in den Hochwassergebieten als starkes christliches Zeugnis zu sehen. Darauf folgen Anhänger der SPD mit 49 Prozent, Grünen-Wähler mit 40 Prozent und SPD- und Linken-Wähler mit jeweils 35 Prozent. Am seltensten gaben Anhänger der AfD an, dass die Notfallseelsorger in den Hochwassergebieten ein starkes christliches Zeugnis abgeben.  DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Alternative für Deutschland Katholikinnen und Katholiken Protestanten SPD

Weitere Artikel

Das Bibelzentrum Barth in Mecklenburg-Vorpommern ist weit mehr als ein Museum: Es ist ein Ort der Bildung, der Begegnung und der biblischen Erfahrung.
16.11.2025, 11 Uhr
Rocco Thiede
Ein halbes Jahrtausend nach dem fatalen „Sacco di Roma“ sind Habsburgs Ritter wieder in der Ewigen Stadt. Diesmal jedoch als demütige Beter.
03.05.2026, 09 Uhr
Stephan Baier

Kirche

Wieder hat ein Abschlussbericht der Studiengruppen zum synodalen Weltprozess für Verwirrung gesorgt - diesmal ging es um praktizierte Homosexualität gläubiger Christen.
21.05.2026, 19 Uhr
Guido Horst
Wir verlieren uns in Strukturdebatten: Ist aus dem konziliaren Auftrag zum Laienapostolat ein Kampf um kirchliche Macht geworden? Gedanken zur Frage nach Sendung, Amt und kirchlicher Autorität.
21.05.2026, 18 Uhr
Dorothea Schmidt
Bodenlos bis Begeisternd: Das Pendel des Würzburger Katholikentags schwang zwischen Extremen.
21.05.2026, 13 Uhr
Regina Einig
Ein Hirtenbrief der polnischen Bischöfe löst in Polen eine Welle der Kritik aus und wirft die Frage auf, wie stark antijüdische Ressentiments unter den Gläubige verbreitet sind.
20.05.2026, 16 Uhr
Agnieszka Will