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Die Flutkatastrophe bedroht auch die Bildung

Das Hochwasser vom Juli hat massive Schäden an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen hinterlassen. Viele wissen nicht, wo sie nach dem Ende der Sommerferien unterrichtet werden. Droht wieder die „Zerreißprobe Distanzunterricht?
Unwetter in Nordrhein-Westfalen
Foto: Dieter Menne (dpa) | Vor den Toren Kölns rund um die Stadt Hagen ist die Situation besonders schlimm. Kaum eine Schule oder Betreuungseinrichtung blieb hier von der Flut verschont.

Zuerst die Corona-Pandemie, die in den letzten Monaten für Kinder und Eltern einen normalen Schul- und Kindergartenalltag nahezu unmöglich machte, und jetzt die Flutkatastrophe. Denn durch die Flutkatastrophe haben die Menschen in den betroffenen Regionen nicht nur ihr Zuhause verloren, sondern viele hundert Schüler, Kita- und Kindergartenkinder wissen nicht, wo sie nach dem Ende der Sommerferien unterrichtet und betreut werden. 

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Betrieb massiv beeinträchtigt

Acht von 33 Schulen des Kölner Erzbistums hätten laut einer Meldung der „Katholischen Nachrichten Agentur“ (KNA) Flutschäden zu vermelden. Insgesamt wurden dem Düsseldorfer Schulministerium 135 Schulen gemeldet, die größere und kleinere Schäden zu beklagen hätten. Vor den Toren Kölns rund um die Stadt Hagen ist die Situation besonders schlimm. Kaum eine Schule oder Betreuungseinrichtung blieb hier von der Flut verschont. 

Über dreißig Kitas melden Schäden, die so schwer sind, dass sie ihren Betrieb nur beeinträchtigt wiederaufnehmen können. Auf welche Summe sich die Schäden in Schulen und Kitas insgesamt belaufen, ist noch unklar, denn die Bestandsaufnahme ist noch in vollem Gange. Allein im Falle des Sankt-Angela-Gymnasiums in Bad Münstereifel belaufen sich die Kosten für die Wiederinstandsetzung auf mehr als sechs Millionen Euro. Nach den Sommerferien ist hier an Unterricht nicht zu denken. Es werde vorerst Distanzunterricht geben, wie eine Sprecherin der Erzdiözese mitteilte.

Es fehlt an Internet, Stift und Papier

War „Distanzunterricht“ für Eltern und Kinder im gesamten letzten Jahr nicht schon Zerreißprobe genug? Man mag sich nicht vorstellen, wie das nun in Regionen funktionieren soll, in denen es mancherorts nicht einmal Internet gibt und es an ganz banalen Dingen wie Stift und Papier fehlt – von den durch die Flut zerstörten Schulbüchern und Lernmaterialien mal abgesehen. 

Immerhin hat man unmittelbar nach der Katastrophe für betroffene Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Elter eine psychosoziale Beratung eingerichtet, „denn die Hochwasserkatastrophe hat mehr zerstört als Straßen und Häuser“, wie NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) gegenüber der Lokalpresse äußerte. Doch die Zeit läuft, denn während Bayern und Baden-Württemberg eben erst in die Sommerferien starteten, enden sie in NRW bereits am 17. August. Man darf gespannt sein, wie die Schülerinnen und Schüler ihren ersten Schultag in den betroffenen Gebieten erleben.

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