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Verfolgte Christen: Stephanustag in Bad Wünnenberg

Die Gemeinde veranstaltete im Rahmen der Aktion Red Wednesday von Kirche in Not einen Tag zur Information über und zum Gebet für Christen in Bedrängnis. 
Red Wednesday
Foto: Peter Winnemöller | P. Anton Lässer spricht im Vortrag nach der Heiligen Messe in Bad Wünnenberg über die Verfolgung von Christen weltweit.

Die Reliquie des Heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers der Kirche, aus dem Paderborner Dom hat am Samstag Station in der Kirche St. Antonius in Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) gemacht. Im Rahmen der Aktion Red Wednesday, mit der das internationale Hilfswerk Kirche in Not auf die Situation verfolgter Christen weltweit aufmerksam macht, hat der Pastorale Raum Bad Wünnenberg-Lichtenau einen geistlichen Tag angeboten.

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Es begann am Morgen mit einer Heiligen Messe, die der geistliche Assistent des Hilfswerkes Kirche in Not, P. Anton Lässer CP, zelebrierte. Pfarrer Daniel Jardzejewski begrüßte dazu neben P. Anton Lässer auch die Priester aus dem Pastoralen Raum Bad Wünnenberg-Lichtenau und dem benachbarten Pastoralen Raum Büren zur Konzelebration. 

Messe und Vortrag

An die Heilige Messe schloss sich ein Vortrag von P. Anton Lässer zur Situation verfolgter Christen an. Danach folgte die Eucharistische Anbetung mit mehreren Betstunden, Stille und Lobpreis. Der Tag endete mit einem Festhochamt zum Christkönigsfest, in dessen Verlauf Bischof Magar Ashkarian aus Aleppo in Syrien ein Zeugnis gab. In der Messe am Morgen predigte P. Anton über die Einübung in das geistliche Leben, die nötig sei, wenn die Christen in Bedrängnis kommen. Jemand der Klavier spielen lernen wolle, so der Pater, könne nicht am Morgen die Absicht dazu ankündigen und am selben Abend schon Sonaten spielen. Der Priester ging im Folgenden der Frage nach, ob wir den in der Tat schon in den Bedrängnissen der Endzeit lebten.

Anhand zahlreicher Belege zeigte der Pater auf, dass es wohl so sei. Er wolle den Gläubigen aber keine Angst machen, so P. Anton, er sage ihnen das alles, damit man sich auskenne. Es käme doch ohnehin und was seien schon die Leiden der Welt gegen die Herrlichkeit, die Gott uns bereitet, stellte er der Gemeinde von Augen. „Wir haben alles!“, rief der Priester den Gläubigen zu, „die Liebe Gottes ist ausgegossen in mein Herz.“ P. Anton machte den Zuhörern Mut, sich ganz auf Jesus einzulassen. Christ sein habe sehr viel mir Freiheit zu tun. Hier machte P. Anton eine Andeutung auf seinen Vortrag, wo er unter anderem auch von einem jungen Seminaristen berichten werde, der mit 19 Jahren getötet wurde, weil er einem Moslem das Vater unser beigebracht hatte. Das sei Freiheit im Gefängnis gewesen, in der größten Bedrängnis. 

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Arten der Verfolgung

Im Anschluss an die Heilige Messe folgte im vollbesetzten Pfarrheim der Kirche der Vortrag von P. Anton Lässer über die verfolgten Christen. Kirche in Not gibt regelmäßig Berichte über die weltweite Verfolgung von Christen heraus. Zudem ist das Hilfswerk auch in Regionen aktiv, in denen Christen verfolgt werden und leistet dort praktische Hilfe. In einer Präsentation des Hilfswerkes zeigte P. Anton zunächst einmal die verschiedenen Formen von Verfolgung auf. Diese gehen von der sogenannten sanften Verfolgung durch praktische Einschränkungen bis zu lebensbedrohenden Verfolgungssituationen.

 

Dabei gibt es sowohl den ethnoreligiösen Nationalismus, autoritäre Regierungen sowie islamistischen Extremismus. Zu unterscheiden ist auch zwischen verschiedenen Verfolgungssituationen, die von Beobachtung über Diskriminierung bis zu offener Verfolgung gehen. Details dazu finden sich im Bericht zur Religionsfreiheit von Kirche in Not. 

Gebet ist wichtig

Kirche in Not ist ein Hilfswerk, in dem das Gebet eine große Rolle spielt. So war auch der Vortrag über die Verfolgten Christen von Gebet eingerahmt. Am Ende bedankte sich Pfarrer Jardzejewski für den informativen Vortrag bei Pater Anton Lässer und lud die versammelten ein, nun ihrerseits für P. Anton zu beten und ihn der Gottesmutter anzuvertrauen. Dem Vortrag folgte ein Imbiss und das Angebot zu einem Rosenkranz für das ungeborene Leben, der in Bad Wünnenberg täglich gebetet wird. Der Red Wednesday in der Region Paderborn geht am morgigen Sonntag mit einer Andacht im Paderborner Dom weiter, in dessen Verlauf Bischof Magar Ashkarian aus Aleppo in Syrien ein Zeugnis geben wird. DT/pwi


Informationen über die Aktion Red Wednesday

finden sich hier: https://www.red-wednesday.de/

Der Bericht Religionsfreiheit von Kirche in Not: 

https://acninternational.org/religiousfreedomreport/de/berichte/global/2023

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