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US-Bischöfe verurteilen Ausschreitungen in Washington

Bei der Zertifizierung des US-Wahlergebnisses in Washington kommt es zu gewaltsamen Protesten von Trump-Anhängern. Die katholischen Bischöfe fordern zu einer friedlichen Machtübergabe auf und erinnern daran, dass man "eine Nation unter Gott" sei.
Anhänger von US-Präsident Donald Trump stürmten das US-Kapitolgebäude
Foto: Essdras M. Suarez (Zuma Press) | Anhänger von US-Präsident Donald Trump stürmten das US-Kapitolgebäude, wo die Abgeordneten den Sieg des gewählten Präsidenten Joe Biden bei der Wahl im November bestätigen sollten.

Zahlreiche katholische US-Bischöfe haben die teilweise gewaltsamen Ausschreitungen bei einer Demonstration von Anhängern des US-Präsidenten Donald Trump in Washington kritisiert. Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof José Gomez, erklärte, er verurteile die Gewalt im Kapitol: „Das zeigt nicht, wer wir als Amerikaner sind.“ Er bete für die Kongressabgeordneten, das Personal im Kapitol, die Polizei und alle diejenigen, die daran arbeiten, Ordnung und öffentliche Sicherheit wiederherzustellen. 

Als "eine Nation unter Gott" zusammenkommen

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Eine friedliche Machtübergabe sei „eines der Kennzeichen dieser großen Nation“, so der Erzbischof von Los Angeles weiter. In dieser verstörenden Situation müsse man sich die Werte und Prinzipien der Demokratie in Erinnerung rufen und als „eine Nation unter Gott“ zusammenkommen.

Während am Mittwoch die Kongressabgeordneten von Senat und Repräsentantenhaus im Kapitol in Washington zusammentrafen, um die Wahlmännerstimmen der einzelnen Bundesstaaten zu zertifizieren, stürmten Randalierer bei einer Demonstration des Pro-Trump-Lagers das Kongressgebäude. Die Abgeordneten unterbrachen ihre Sitzungen, Polizei und Nationalgarde mussten das Gelände räumen. Mindestens vier Menschen kamen dabei ums Leben.

Ausschreitungen "falsch und kontraproduktiv"

Der Erzbischof von San Francisco, Salvatore Cordileone nannte es „falsch und kotraproduktiv“, das Kapitol zu attackieren. „Zweifel an freien und fairen Wahlen können nicht mit Gewalt gegen demokratische Institutionen beantwortet werden.“ Er rufe alle Amerikaner dazu auf, die Gewalt zu verurteilen.

Und auch Joseph Strickland, ein dezidiert konservativer, für das Trump-Lager offener Bischof aus Texas, sprach von einem „traurigen Tag für unser Land“.  Und er rief dazu auf: „Wir müssen uns Gott zuwenden und wirklich ins Gedächtnis rufen, dass wir behaupten, eine Nation unter Gott zu sein.“  DT/mlu

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