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Trumps rote Linien in Nahost 

Maximalen Druck auf die Mullahs im Iran und eine Erweiterung der „Abraham Abkommen“ Israels mit arabischen Ländern erwartet „Tagespost“-Orientexperte Khosrozadeh.
Unterzeichnung des Abraham-Abkommens
Foto: gemeinfrei (Shealah Craighead für das Weiße Haus) | Donald J. Trump, Bahrains Außenminister Abdullatif bin Rashid Al-Zayani, Israels Premier Benjamin Netanyahu and der Außenminister der Vereinigten Emiraten Abdullah bin Zayed Al Nahyan, unterzeichnen das Abraham Abkommen.

Donald Trump strebt eine friedliche Lösung der Konflikte im Nahen Osten an. Davon ist der Politikwissenschaftler Behrouz Khosrozadeh überzeugt. Das sogenannte „Abraham-Abkommen“ zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrein sowie Marokko und dem Sudan habe zu den außenpolitischen Erfolgen Trumps in dessen erster Amtszeit gehört. Saudi-Arabien werde in der zweiten Amtszeit Trumps nun eine spezifische Rolle bei der Erweiterung des „Abraham-Abkommens“ und beim Frieden mit Israel spielen, analysiert der Orient-Kenner in der „Tagespost“.

Iranische Mullahs immens geschwächt

Die Voraussetzung für eine Ausweitung des Abkommens und für seinen Erfolg sei allerdings das Ende des Gaza- und des Libanonkrieges zwischen Israel auf der einen Seite, Hamas und Hisbollah auf der anderen. Die Mullahs im Iran seien durch die vernichtenden Schläge Israels gegen Hisbollah und Hamas immens geschwächt. „Als Erpressungs- und Druckmittel für das Erreichen regionaler Ziele haben sie ihr Nuklear- und Raketenprogramm und natürlich die Proxys in der Region eingesetzt.“

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Trump kenne aber rote Linien, meint der Autor: „Wenn der Iran Israel angreifen sollte (…), wenn der Iran kurz vor einer Produktion von Atomwaffen stünde oder wenn Amerikas Soldaten, Stützpunkte und Schlüsselinteressen in der Region geschädigt würden, gäbe es unweigerlich Krieg.“ Trumps Team werde „wahrscheinlich am ersten Tag der Amtseinführung, die Politik des maximalen Drucks gegen den Iran schnell wieder erneuern“. DT/sba

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