Seit dem 28. Dezember toben im Iran massive Proteste gegen die religiöse Diktatur der Mullahs. Es ist die vierte landesweite Protestwelle seit der Jahreswende 2017/2018. Zwei Mängel wiesen alle bisherigen Aufstände auf: Sie konnten nicht die breite Masse mobilisieren. Entweder war die Mittelschicht abwesend oder die ärmere Bevölkerungs- und Arbeiterschicht. Die sogenannte „graue Schicht“, die unzufriedene, aber stille Mehrheit der Bevölkerung, konnte durch diese Bewegungen bisher nicht aktiviert werden. Zweitens hielt sich der Basar bislang aus den Aufständen heraus, abgesehen von kurzlebigen, begrenzten Streiks aus wirtschaftlichen Gründen.
Der Kronprinz ist das Gesicht des Aufstands
Vom Geburtshelfer zum Totengräber: Der Basar gibt den Anstoß zum möglichen Ende der Islamischen Republik.
