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Österreichs Kirche: Gerechter Frieden statt „Deal“

Erzbischof Franz Lackner kritisiert US-Präsident Trumps Plan, „von einem geknechteten Land eine Gegenleistung für die Hilfe zu verlangen“.
Erzbischof Franz Lackner: Ein wahrer und gerechter Friede sei kein bloßer „Deal“
Foto: Neumayr | Ein wahrer und gerechter Friede sei kein bloßer „Deal“, so der Salzburger Erzbischof Franz Lackner. Frieden müsse im Äußeren gerecht sein, damit er im Inneren wachsen und reifen kann.

Zum Gebet für den Frieden in der Ukraine und zur selbstlosen Hilfe für die Opfer des russischen Angriffskriegs hat der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, aufgerufen. Der Krieg in der Ukraine sei eine „Tragödie der Menschheit“, so Lackner, der die Ukraine selbst während des Krieges im Juli 2022 besuchte. 

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Der Erzbischof von Salzburg distanzierte sich von aktuellen politischen Vorgängen: „Für nicht wenige bedeutet Friede lediglich einen Vertrag.“ So müsse man auch jüngste Äußerungen der Führer Russlands und der USA begreifen. Doch ein wahrer und gerechter Friede sei kein bloßer „Deal“. Frieden müsse im Äußeren gerecht sein, damit er im Inneren wachsen und reifen kann. „Nur so kann er aufrichtig und dauerhaft sein“, so Erzbischof Lackner. Ohne US-Präsident Trump namentlich zu nennen, übte Lackner Kritik am Vorhaben, „von einem geknechteten Land eine Gegenleistung für die Hilfe zu verlangen“.

Unrecht muss benannt werden

Dass es ohne Gerechtigkeit und Sicherheit für die Ukraine keinen Frieden geben könne, betonte am Montag, dem dritten Jahrestag des Ukraine-Kriegs, auch Kardinal Christoph Schönborn. Er stand einem Friedensgebet für die Ukraine im Wiener Stephansdom vor. Vor drei Jahren sei die Ukraine völkerrechtswidrig von Russland überfallen worden, so Kardinal Schönborn. Dieser Angriff sei durch nichts zu rechtfertigen. Das Unrecht müsse benannt werden. Scharf wies der Wiener Kardinal alle Kräfte zurecht, die diese Tatsache ins Gegenteil verdrehen wollten. Am Beispiel der Ukraine sehe man, welch unschätzbarer Wert es sei, in einem Rechtsstaat leben zu können. Das Recht der Menschen in der Ukraine müsse das Anliegen aller Rechtsstaaten sein. Das Recht der Menschen in der Ukraine dürfe nicht länger mit Füßen getreten werden, so Schönborn.

Der Botschafter der Ukraine in Österreich, Vasyl Khymynets, bezeichnet das gemeinsame ökumenische Gebet als ein „starkes Signal der Unterstützung für das ukrainische Volk und für den Frieden“. Seit drei Jahren spüre die Ukraine die Unterstützung aus Österreich. Er wolle darüber hinaus allen demokratischen Staaten auf der Welt danken, die von Anfang an die Ukraine unterstützt hätten und dies auch weiterhin tun werden.  DT/kap/sba

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