Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Erfurt/Würzburg

Mehrheit meint: Politik soll sich für verfolgte Christen einsetzen

Sollen sich westliche Politiker stärker für verfolgte Christen einsetzen? 42 Prozent der Deutschen sind dieser Ansicht, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt.
Christenverfolgung
Foto: imago stock&people (imago stock&people) | Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Die westlichen Politiker sollten sich stärker für verfolgte und diskriminierte Christen in der Welt einsetzen.“

Eine relative Mehrheit von 42 Prozent der Deutschen ist der Ansicht, dass sich westliche Politiker stärker für verfolgte und diskriminierte Christen in der Welt einsetzen sollten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. 25 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. Ebenfalls 25 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen, neun Prozent wollen dazu keine Angabe machen.

Freikirchler stimmen am deutlichsten zu

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Die westlichen Politiker sollten sich stärker für verfolgte und diskriminierte Christen in der Welt einsetzen.“ Auch wenn sich sämtliche Altersgruppen mehrheitlich dafür aussprechen, dass sich westliche Politiker für verfolgte und diskriminierte Christen in der Welt einsetzen sollten, steigt dieser Anteil mit zunehmendem Alter von 36 Prozent bei den jüngsten bis auf 47 Prozent bei den ältesten Befragten an.

Lesen Sie auch:

Betrachtet man die These anhand der unterschiedlichen Konfessionsgruppen, ergeben sich nur minimale Differenzen zwischen Katholiken und Protestanten. 47 Prozent der Katholiken sind der Meinung, dass sich westliche Politiker stärker für verfolgte und diskriminierte Christen in der Welt einsetzen sollten, 21 Prozent teilen diese Ansicht nicht. Von den Protestanten sind 49 Prozent dafür, 20 Prozent stimmen nicht zu. Anders sieht es bei freikirchlichen Befragten aus: Von ihnen sind 62 Prozent der Ansicht, dass sich westliche Politiker stärker für verfolgte Christen einsetzen sollten, nur 22 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. 

Die Erhebung, für die 2.004 erwachsene Personen vom 18. bis 21. November befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteizugehörigkeit auf. Lediglich Wähler der FDP stimmen der Aussage relativ-mehrheitlich nicht zu (35 Prozent). Alle anderen Wählergruppen sind hingegen jeweils relativ-mehrheitlich der Ansicht, dass sich westliche Politiker stärker für verfolgte und diskriminierte Christen in der Welt einsetzen sollten. Von den AfD-Wählern sind 48 Prozent dieser Ansicht, von den SPD-Anhängern 46 Prozent; jeweils 44 Prozent der Unions- und Grünen-Wähler teilen diese Ansicht. Von den Anhängern der Linken sind es 38 Prozent.  DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Christen FDP

Weitere Artikel

Cem Özdemir schlägt Manuel Hagel: Wenn das Land Reformen braucht, hat der nette Schwiegersohn als Politikertypus ausgedient. Stattdessen braucht es den Wettbewerb der Ideen.
09.03.2026, 15 Uhr
Jakob Ranke
Wähler können falsch entscheiden, aber „betreutes Wählen“ untergräbt die Legitimität der Demokratie. Warum der Fall Joachim Paul Bauchschmerzen bereiten muss.
19.08.2025, 11 Uhr
Jakob Ranke
Die CDU ist gekennzeichnet durch eine permanente Suche nach ihrer wahren Identität. Verwaltet sie am Ende einen christlich grundierten Liberalismus?
13.03.2026, 19 Uhr
Sascha Vetterle

Kirche

Peter Wojcik, Insta-Priester in Chicago, erklärt beim Glaubensfest „kommt & seht“ in Köln, wie eine klare Vision helfen kann, Einheit und Wachstum zu fördern.
18.05.2026, 09 Uhr
Regina Einig
Licht und Schatten, Bodenloses und Begeisterndes: Eine Bilanz des Katholikentags.
17.05.2026, 11 Uhr
Regina Einig
Die Priestergemeinschaft Sankt Martin feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen. In Deutschland wirken die Patres in Neviges. Ein Gespräch mit Wallfahrtsrektor Abbé Thomas Diradourian.
17.05.2026, 07 Uhr
Regina Einig