Die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hält an ihrer Entscheidung fest, zum „Christopher Street Day“ (CSD) in Berlin keine Regenbogenflagge am Reichstagsgebäude zu hissen. Wie die Zeitung „Tagesspiegel“ berichtet, soll die Flagge wie im Vorjahr ausschließlich am 17. Mai, dem „internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit“, wehen.
Zur Begründung verwies Klöckner auf die Rolle der Bundesflagge. Diese sei „das Dach, unter dem diese Rechte für alle gelten“. „Ansonsten wehen bei uns die Europaflagge und vor allem die Bundesflagge, schwarz-rot-gold. Sie steht für die Ordnung unseres Grundgesetzes: für Freiheit, Menschenwürde, Gleichheit vor dem Gesetz – und damit auch für das Recht jedes Menschen auf sexuelle Selbstbestimmung“, so die 53-Jährige.
Die Entscheidung war bereits im vergangenen Jahr auf Kritik gestoßen. Klöckners Vorgängerin Bärbel Bas hatte die Regenbogenflagge 2022 erstmals zum CSD am Bundestag hissen lassen und dies mit einem sichtbaren Bekenntnis zu Vielfalt begründet. Nach dem Kurswechsel äußerten insbesondere Politiker von Grünen und SPD Kritik. Kritik kam auch aus der katholischen Kirche, unter anderem vom damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing. DT/jna
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