Kirche gratuliert Entwicklungsminister Müller

Gerd Müller wird auch im neuen Kabinett Entwicklungsminister bleiben. Während Vertreter der Kirche die Nominierung willkommen hießen, kündigte Müller bereits an, deutlich mehr Flüchtlinge in sichere Herkunftsländer rückführen zu wollen.
CSU-Vorstandssitzung
Foto: Andreas Gebert (dpa) | 05.03.2018, Bayern, München: Gerd Müller (l-r), Bundesentwicklungshilfeminister, und Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender, scheidender Ministerpräsident von Bayern und künftiger Bundesinnenminister, sprechen auf einer ...

Weltkirche-Bischof Ludwig Schick gratuliert Gerd Müller (CSU) zur Nominierung zum Entwicklungsminister. „Viel Erfolg für die Entwicklung der Völker - der Menschheit zum Frieden“, twitterte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz am Dienstag. „Die Kirchen stehen weiterhin als Kooperationspartner bereit“, so der Bambergs Erzbischof. Missio-München hatte bereits am Montag die Nominierung begrüßt. Mit ihm hätten die kirchlichen Hilfswerke einen Partner, der die Wirkung und Bedeutung des Einsatzes der Kirchen in den Ländern des Südens kenne, erklärte Präsident Wolfgang Huber. Der CSU-Politiker habe seine Wertschätzung gegenüber den Kirchen immer wieder öffentlich gemacht. In der vergangenen Legislaturperiode sei ein stabiles Fundament der Zusammenarbeit entstanden, auf dem sich nun aufbauen lasse.

Unterdessen kündigte der bisherige und künftige Entwicklungsminister an, dass er die Heimkehr von deutlich mehr Flüchtlingen in sichere Herkunftsländer nach dem Motto Rückführung ohne Handschellen vorantreiben wolle. „In Deutschland leben Hunderttausende abgelehnte Asylbewerber, die Menschen in Deutschland erwarten, dass wir diese auch konsequent zurückschicken“, sagte Müller der „Augsburger Allgemeinen“. Der CSU-Politiker will dazu vor allem die Programme für freiwillige Ausreisen verstärken: „Wir müssen die Rückkehr von Menschen in ihre Heimatländer verstärken, aber ohne Handschellen“, betonte er. „Dafür bieten wir Ihnen mit Ausbildungs- und Beschäftigungsprogrammen eine Perspektive in ihrer Heimat, zum Beispiel jetzt beim Wiederaufbau der zerstörten Städte im Irak“, fügte er hinzu. Müller bezeichnete die Asylpolitik als wichtigste Aufgabe der neuen Bundesregierung quer über die Ressorts.

Ein Porträt des Entwicklungsministers Gerd Müller lesen Sie in der kommenden Ausgabe der "Tagespost" vom 08. März.

DT/KNA

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