Keinerlei Reue zeigt der 24-jährige kurdische Syrer Ahmad G., der am 15. Februar 2025 im Kärntner Villach einen 14-jährigen Jugendlichen mit einem Messer ermordet und fünf weitere Menschen schwer verletzt hat. Auf die Frage des Richters am Landesgericht in Klagenfurt, ob er neuerlich einen Terrorakt begehen würde, wenn er die Gelegenheit dazu hätte, antwortete der Syrer, der 2020 aus seiner Heimat floh und später in Österreich dem IS die Treue schwor, am Mittwoch ohne Zögern mit „Ja“. Er bedauere nur, dass er selbst nicht „als Märtyrer“ sterben durfte. Der Attentäter wurde am Mittwochabend zu lebenslanger Haft verurteilt.
Gestoppt wurde der Attentäter in der Villacher Innenstadt übrigens von einem Landsmann, einem aus Damaskus stammenden 43-Jährigen, der mit seiner Familie seit neun Jahren in Villach lebt. Ahmad G. selbst kam 2020 nach Österreich und soll über TikTok mit IS-Propagandavideos radikalisiert worden sein. Der Prozess in Klagenfurt fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt, um Zeugen und Geschworene zu schützen. Der geladene Gerichtspsychiater erklärte den Täter für voll zurechnungsfähig. Ahmad G. wurde vom Schwurgericht einstimmig des Mordes, des fünffachen Mordversuchs und terroristischer Straftaten für schuldig befunden. Er selbst will nicht in Berufung gehen. (DT/sba)
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