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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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Unserer Zeit fehlt eine Kunst des Friedens

Kriege zu beginnen, ist einfach. Sie wieder zu beenden, scheint eine Kunst zu sein, die weder Wladimir Putin noch Donald Trump beherrschen.
Außenpolitikkorrespondent Stephan Baier, Antikriegsdemonstration in den Vereinigten Staaten
Foto: DT / IMAGO / Matrix Images | Wo ist nochmal der Ausgang? Donald Trump würde den in seinem Land ziemlich unpopulären Irankrieg gerne beenden.

„Wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?“ Dieser Rat stammt nicht aus Sun Zis Klassiker „Die Kunst des Krieges“, sondern von Jesus (Lukas 14,31). Seither ist Militärstrategie komplexer geworden; es kommt nicht mehr vorrangig auf die Truppenstärke an, doch der Kern der Mahnung bleibt richtig: Wer einen Krieg beginnt, muss nüchtern kalkulieren, denn Wunschdenken führt in die Katastrophe.

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