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Gloria, die Papsttreue

Die Festspiele in St. Emmeram sind immer auch Apostolat. Frei nach Papst Franziskus geht die Fürstin dabei an die politischen Ränder. Davon können auch Weidel & Co. profitieren.
Gloria von Thurn und Taxis
Foto: IMAGO / APress | Mag das Feuer der Verkündigung im kirchlichen Establishment erkaltet sein, in Fürstin Glorias eigenen vier Wänden wird um jede Seele gekämpft. Deo gratias. 

Gastfreundschaft gehört zu den christlichen Tugenden. Im einstigen Benediktinerkloster St. Emmeram zu Regensburg leben zwar keine Mönche mehr, aber die Hausherrin kultiviert exemplarisch die von der Benediktsregel vorgeschriebene Christenpflicht der Gastfreundschaft.

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Benedikt zufolge soll der Gast aufgenommen werden wie Christus selbst. Wen wundert’s, dass eine traditionsbewusste Katholikin wie Fürstin Gloria Alice Weidel nicht auf ein Naserümpfen von Vicky Leandros hin ausgeladen hat. Für Alice Weidel ist ein Besuch in St. Emmeram nicht nur aufgrund seiner benediktinischen Geschichte eine Chance. Glorias Festspiele sind neben dem Geschäft immer auch Apostolat: Hier treffen gläubige Katholiken aus dem fürstlichen Freundeskreis Fernstehende in ungezwungener Atmosphäre und können sie davon überzeugen, dass es Katholizismus ohne Spießertum gibt. Ein Kairos der Evangelisierung.

Bei Gloria brennt das Feuer der Verkündigung

Beispiel Maximilian Krah: Die Tischordnung während der Festspiele im vorigen Jahr bot dem AfD-Politiker die goldene Gelegenheit, sich mit gestandenen Katholiken auszutauschen. Sage niemand, die Fürstin nehme die Forderung des verstorbenen Papstes, missionarisch an die Ränder zu gehen, nicht ernst.

Auch die aus der Kirche ausgetretene Alice Weidel bekommt von Gloria eine Chance. Mag das Feuer der Verkündigung im kirchlichen Establishment erkaltet sein, in Fürstin Glorias eigenen vier Wänden wird um jede Seele gekämpft. Deo gratias. 

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