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„Für die Betroffenen ist die Welt zusammengebrochen“

Eine Projektreferentin von „Kirche in Not“ berichtet aus dem ukrainischen Kriegsgebiet. Katholische Gemeinden könnten Hilfe für Betroffene leisten.
Priester, Ordensfrauen und Bischöfe stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Hilfswerk "Kirche in Not".
| Priester, Ordensfrauen und Bischöfe stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Hilfswerk "Kirche in Not". Durch seelsorgerliche Unterstützung können sie Menschen in der Ukraine helfen.

Im Interview mit dem päpstlichen Hilfswerk "Kirche in Not" berichtet Magda Kaczmarek von ihren Erfahrungen in den ukrainischen Städten Kiew, sowie in den beiden Nachbarstädten Irpin und Browary, die von russischen Truppen zerstört wurden. „Es ist wichtig, dass wir nicht müde werden zu helfen“, betont Madga Kaczmarek, die seit 32 Jahren in der internationalen Zentrale von „Kirche in Not“ Projekte in Osteuropa und auf dem Balkan betreut.

In der Süd- und Ostukraine lebten die Menschen „jeden Tag so, als ob es ihr letzter wäre“, so Kaczmarek. „Kirche in Not“ stehe in regelmäßigem Kontakt mit Priestern, Ordensfrauen und Bischöfen, die in diesen umkämpften Gebieten tätig sind. „Millionen von Menschen haben ihre Lebensgrundlage, ihre Heimat verloren“, so die Projektreferentin, die zum dritten Mal seit Kriegsbeginn in die Ukraine gereist ist. Für die Betroffenen sei die Welt zusammengebrochen. Auch für katholische Gemeinden sei es eine große Herausforderung, diesen Menschen zu helfen.

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Psychologische Begleitung wird immer wichtiger

Kaczmarek fordert im Interview dazu auf, nicht müde zu werden, den Betroffenen zu helfen. Neben der konkreten Nothilfe sei es die größte Herausforderung, die seelischen Wunden zu heilen, besonders bei Kindern. „Psychologische Begleitung und Rehabilitation werden immer wichtiger“, so Kaczmarek.

Nach Aussage des Kiewer Großerzbischofs Swjatoslaw Schewtschuk, dem Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, benötigten 80 Prozent der Bevölkerung Hilfe, wie Kaczmarek weiter berichtet. Priester und Ordensfrauen müssten in der Seelsorge dafür geschult werden.

15 Millionen Menschen haben laut Kaczmarek die Ostukraine verlassen. Knapp die Hälfte flüchtete nach Polen und Westeuropa, die andere seien in die West- und Zentralukraine geflohen. Eine Million Flüchtlinge seien nach Russland gegangen. Insgesamt gebe es in der Westukraine gebe es laut Kaczmarek heute weniger Binnenflüchtlinge als zu Kriegsbeginn, dafür seien es in der Zentralukraine mehr. DT/sdu

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