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Europäisches Parlament verurteilt Blasphemie-Gesetze

Das EU-Parlament fordert fast einstimmig die Freilassung von Yahaya Sharif-Aminu, der in Nigeria wegen angeblicher Blasphemie zum Tod verurteilt wurde.
Yahaya Sharif-Aminu
Foto: ADF International | Yahaya Sharif-Aminu wurde wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Das EU-Parlament hat nun seine Freilassung gefordert.

 Das Europäische Parlament hat die Freilassung von Yahaya Sharif-Aminu gefordert. Der prominente Musiker und Sufi-Muslim wurde in Nigeria wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt. Das teilte die Menschenrechtsorganisation ADF International am Freitag in einer Pressemitteilung mit. In der Dringlichkeitsentschließung erinnert das EU-Parlament daran, „dass Blasphemie-Gesetze ein klarer Verstoß gegen internationale Menschenrechte sind“ und im „Widerspruch zur nigerianischen Verfassung stehen“. Das Parlament forderte die nigerianischen Behörden auf, Blashphemie-Gesetze auf Bundes- und Landesebene abzuschaffen und Gefangene freizulassen, die der Blasphemie beschuldigt sind. Die Entschließung wurde fast einstimmig aufgenommen: 550 Abgeordnete stimmten dafür, nur sieben dagegen.

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Fall macht Hoffnung auf mehr Religionsfreiheit in Nigeria

Sharif-Aminu war von einem Scharia-Gericht zum Tod durch Erhängen verurteilt worden, nachdem er einen selbstgeschriebenen Songtext auf WhatsApp geteilt hatte. Danach sei Sharif-Aminnu gegen das Urteil in Berufung gegangen; nun klagt der Musiker gegen Blasphemie-Gesetze am nigerianischen Höchstgericht. Kola Alapinni, ein Menschenrechtsanwalt aus Nigeria, erklärte laut ADF, dass niemand für seinen Glauben verurteilt werden dürfe. Alapinni vertritt als Partner von ADF International Sharif-Aminu vor dem Höchstgericht.

Laut ADF hätten es muslimische Minderheiten und Christen in Nigeria besonders schwer. 90 Prozent der Christen, die im ergangenen Jahr weltweit fürihren Glauben sterben mussten, Nigerianer. Die Entscheidung des Höchstgerichtes im Fall Sharif-Aminu könnte laut der Menschenrechtsorganisation die Blasphemie-Gesetze in Nigeria stürzen. „Der Fall hat ein noch nie dagewesenes Potential für die Religionsfreiheit in Nigeria“, so Kelsey Zorzi, Leiterin der Abteilung für weltweite Religionsfreiheit bei ADF International. DT/sdu

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