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Erst Pastor, jetzt Präsident

Der neue Präsident von Malawi, Lazarus Chakwera, steht stellvertretend für eine neue Generation christlicher Politiker in Afrika.
Der neue Präsident von Malawi, Lazarus Chakwera
Foto: Thoko Chikondi (AP) | Chakwera steht in Malawi, einem der kleinsten und ärmsten Staaten Afrikas, vielen Herausforderungen gegenüber.

Lazarus Chakwera steht in einer Reihe mit anderen christlichen Politikern in Afrika, die ihren Glauben eine Inspirationsquelle dafür finden, notwendige Reformen umzusetzen. Zu nennen sind hier neben Malawis neuem Staatsoberhaupt etwa der Staatspräseident von Tansania, der Katholik John Magufuli, oder der Oppositionsführer in Simbabwe, Nelson Chamisa, der ebenfalls ein ausgebildeter protestantischer Priester ist. 

Islamistische Strömungen unterbinden, muslimische Minderheiten einbinden

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Chakwera steht in Malawi, einem der kleinsten und ärmsten Staaten Afrikas, vielen Herausforderungen gegenüber: Armut muss bekämpft werden, gleichzeitig leidet das Land noch unter den Folgen des Sturmes Idai. Ein anderer Punkt: Chakwera muss versuchen, die muslimische Minderheit einzubinden und dafür Sorge tragen, dass im Land keine islamistischen Strömungen aufkommen. Die Hauptaufgabe des neuen Staatspräsidenten liegt aber darin, die Korruption einzudämmen. Ein erstes Signal, dass Chakwera nicht nur in erster Linie an die Versorgung der eigenen politischen Anhängerschaft denkt, hat der ehemalige Pastor nun bei seiner Antrittsrede gesetzt: Er wandte sich ausdrücklich auch an diejenigen, die ihn nicht gewählt haben und sagte ihnen zu, Präsident aller Malawier sein zu wollen.

DT/sesa

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