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Die Kirche kann mit Kurz

Ein Jahr türkis-blaue Regierung in Österreich: Eine katholische Zwischenbilanz.
Sebastian Kurz: eine katholische Bilanz
Foto: Kay Nietfeld (dpa) | Familienfreundliche Politik: Kurz korrigierte eine Schieflage, die durch die in Österreich geltende Individualbesteuerung seit Jahrzehnten in der Kritik steht.

Während Caritas und Katholische Sozialakademie die Österreichische Regierung regelmäßig kritisieren, pflegen die Bischöfe einen guten Kontakt zu Kanzler Sebastian Kurz und seinen Ministern. Durchaus erfolgreich: Euphorisch reagierten die Familienexperten der Kirche auf den beschlossenen Familienbonus. Kurz übertrieb nicht, als er von der „größten Familien-Entlastung in der Geschichte der Zweiten Republik“ sprach. Korrigiert wird hier eine familienfeindliche Schieflage, die durch die in Österreich geltende Individualbesteuerung seit Jahrzehnten in der Kritik steht.

Verpflichtender Ethik-Unterricht findet sich nun im Regierungsprogramm

Ebenfalls seit Jahrzehnten plädiert die Kirche für einen verpflichtenden Ethik-Unterricht für all jene Schüler, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Diese Idee findet sich nun endlich im Regierungsprogramm.

Mit allen Forderungen, Abtreibungen durch „flankierende Maßnahmen“ einzudämmen, stießen die Bischöfe bisher bei den Regierenden stets auf taube Ohren. Die Linksparteien lehnen sogar jede Statistik und Motivforschung aus ideologischen Gründen ab. Vor wenigen Tagen nun nahm Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) mehr als 55 300 Unterschriften der überkonfessionellen Initiative „fairändern“ für mehr Unterstützung und Beratung von Schwangeren sowie gegen die eugenische Indikation öffentlich entgegen. Bundesminister Norbert Hofer (FPÖ) gehörte neben Kardinal Christoph Schönborn zu den prominenten Unterzeichnern.

Schutz verfolgter Christen Zentralanliegen der österreichischen Regierung

Der Kardinal geleitete im Advent die Patriarchen der chaldäisch-katholischen, syrisch-katholischen und syrisch-orthodoxen Kirche zum Kanzler, wo nicht nur vertieft über die Lage in Syrien, im Libanon und im Irak gesprochen wurde. Die Regierung stellt kurzfristig eine Million Euro für Hilfsprojekte in diesen Ländern zur Verfügung. Der Schutz der verfolgten Christen zählt zu den Zentralanliegen der österreichischen Außenpolitik und des Regierungsprogramms.

Keineswegs nur ein Prestigeprojekt ist der Ausbau des Österreichischen Hospizes in Jerusalem, den die Bundesregierung mit 675 000 Euro unterstützt. Diese kirchliche Einrichtung im Herzen der Altstadt von Jerusalem ist eine Drehscheibe interreligiöser Begegnung und pflegt enge Kontakte mit der katholischen Gemeinde in Gaza, der Pfarrei „Zur Heiligen Familie“.

DT/sb

Vom Himmel gefallen sind die Zeichen von Nähe und Wohlwollen nicht. In Kurz' nächster Nähe sind Persönlichkeiten, die im katholischen Milieu tief verwurzelt und im christlichen Glauben sattelfest sind. Welche dies sind, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 20. Dezember 2018.

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Bischof Caritas Christoph Schönborn Kardinäle Katholische Kirchengemeinden Norbert Hofer Sebastian Kurz Wolfgang Sobotka

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