In Wien sitzt er hemdsärmelig und mit Gelfrisur auf der Motorhaube eines Geländewagens. Es ist das Jahr 2010 und das rote Wien wählt. Sebastian Kurz ist damals Anfang zwanzig und Chef der Jungen Volkspartei (JVP). Der SUV ist das Wahlkampfauto des ÖVP-Nachwuchses, Kurz tauft es „Geilomobil“, denn „Schwarz macht geil“ und tourt damit durchs Nachtleben. Der Spott der Gegner und der Medien ist ihm gewiss – die Aufmerksamkeit auch.
Das Phantom Sebastian Kurz
Bin schon weg, bin schon wieder da: Aus der Politik hat er sich zurückgezogen und trotzdem ist der ehemalige Bundeskanzler immer noch öffentlich präsent. Auch als weltweite Leitfigur für Bündnisse rechts der Mitte zwischen Konservativen und Rechten.
