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Gottes Trost für die Spätzünder

Gleicher Lohn für ungleiche Arbeit, davon spricht das Gleichnis vom Weinberg. Denn Gottes Barmherzigkeit funktioniert anders als menschliche Gerechtigkeit.
Weinberg
Foto: Pixabay | Die Frage der Arbeiter im Weinberg sollte nicht lauten: „Steht mir mehr als anderen zu?“, sondern: „Erkenne ich alles als Geschenk an und freue ich mich über alle, die Gottes Barmherzigkeit erfahren?“

Kaum ein Gleichnis Jesu ist so anstößig wie das der Arbeiter im Weinberg: Ein Gutsherr zahlt allen Arbeitern einen Denar, den Früharbeitern wie jenen, die nur eine Stunde gearbeitet haben. Es handelt sich um den üblichen Tageslohn. Die Früharbeiter erhalten genau das Vereinbarte und sind dennoch unzufrieden. Aus ihnen spricht der Neid: Sie gönnen den Spätberufenen nicht, dass auch sie einen vollen Denar erhalten. Ihr Gerechtigkeitsempfinden bleibt dabei einseitig: Sie sehen nur ihre eigene Arbeit im Weinberg, nicht die Not derer, die schon früh am Morgen auf dem Markt standen, bereit zu arbeiten, aber niemand gab ihnen Arbeit.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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