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Gottes Barmherzigkeit

Die unbegrenzte Vergebungsbereitschaft, die Jesus von seinen Jüngern einfordert, besagt nicht, dass die Sünde nicht so schlimm ist. Entscheidend ist Bekenntnis und Bitte des Schuldners.
Gleichnis vom unbarmherzigen Gläubiger
Foto: gemeinfrei / wikimedia commons | Gleichnis vom unbarmherzigen Gläubiger: Jan Luyken, Radierung, 18. Jahrhundert.

Der Knecht, um den es im Evangelium zunächst geht, hat hohe Schulden angehäuft. Seine Schulden sind so hoch, dass er sie gar nicht abtragen kann. Die logische Konsequenz nach den damals üblichen Rechtsvorschriften wäre, dass der Schuldner samt seiner Familie in die Schuldknechtschaft verkauft wird. Genau das ordnet der Herr an. Der Herr handelt gemäß den damaligen Rechtsvorschriften völlig korrekt. Die entscheidende Wende wird nun eingeleitet durch das Bekenntnis und die Bitte des Schuldners. Der Schuldner bestreitet nicht, dass er sich gegenüber seinem Herrn hoch verschuldet hat.

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