Eine Woche ist eine lange Zeit in der Politik, sagte einst der britische Regierungschef Harold Wilson. Sehr viel kann sich schnell ändern. Was sind dann zwei, drei Monate für eine lange Zeit? Noch im Juni sah es so aus, als befinde sich der charismatische Brexit-Populist Nigel Farage auf der Gewinnerstraße. Laut allen Umfragen lag seine Partei Reform UK an der Spitze, weit vor der regierenden Labourpartei des unpopulären Premiers Keir Starmer. Farage hätte nach der nächsten Wahl in die Downing Street einziehen können, glaubten viele Beobachter. Farage war Favorit der Buchmacher. Doch seitdem hat sich die britische Politik in drei turbulenten Monaten neu geordnet.
Noch lieben alle Andy
Andy Burnham, der neue britische Regierungschef, legt in Umfragen zu. Der Anti-Establishment-Schreck Nigel Farage gerät dagegen in die Defensive.
