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CSU-Abgeordnete kritisiert Familienpolitik der Ampel

Mit den von Justizminister Buschmann vorgestellten Plänen zur Reform des Familienrechts würden die falschen Schwerpunkte gesetzt, meint die CSU-Politikerin Susanne Hierl.
Buschmanns Familienpolitik
Foto: Kay Nietfeld (dpa) | Justizminister Marco Buschmann (FDP) gehe hauptsächlich Themen an, die er „schnell, unproblematisch umsetzen kann“, wie beispielsweise die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibung, meint Hierl.

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl übt Kritik an den familienpolitischen Vorhaben der Ampel-Regierung. Mit den von Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgestellten Plänen zur Reform des Familienrechts würden die falschen Schwerpunkte gesetzt, meint Hierl im Gespräch mit der „Tagespost“.

Themen, die man "schnell, unproblematisch umsetzen kann"

Buschmann gehe Themen an, die er „schnell, unproblematisch umsetzen kann“, wie beispielsweise die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibung, die Mitmutterschaft mit der anonymen Samenspende oder die Eckpunkte des Selbstbestimmungsgesetzes. Bei letzterem lasse Buschmann „die ganze Medizin außen vor“, bemängelt Hierl. „Was er aber nicht anpackt, und was meines Erachtens viel wichtiger wäre, wären die Unterhaltsthemen bei geschiedenen Paaren.“ Jedoch wäre dies nach Ansicht der Politikerin, die seit 2021 den Wahlkreis Amberg im Bundestag vertritt, geboten, unter anderem da „Millionen Eltern und Kinder“ betroffen seien.

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Gleichzeitig vermisst die 48-Jährige Rückendeckung seitens der katholischen Verbände und der Bischöfe, um der Kritik stärkeres Gehör zu verschaffen. „Es wäre schon wünschenswert, dass man da mehr hört“, so Hierl. Bereits in der Diskussion um das Werbeverbot für Abtreibung sei dies jedoch nicht der Fall gewesen. DT/mlu

Was die Ampel in Sachen Familienrecht plant - und warum das für Katholiken problematisch ist: Lesen Sie das ausführliche Interview in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".

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