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BKU warnt vor Zusammenarbeit mit AfD

Politische Bündnisse mit der AfD bezeichnet der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) als „Verrat an christdemokratischen Werten“ – und nennt mehrere Gründe, weshalb der Wirtschaftsstandort Deutschland dadurch gefährdet wäre.
CDU-Spitze gegen Annäherung an Thüringens AfD
Foto: Martin Schutt (ZB) | Man trete jedem Politikansatz entgegen, so Hemel, der die demokratisch verfasste Ordnung und die Grundlagen der Christlichen Soziallehre in Frage stelle.

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) warnt vor einer Zusammenarbeit der CDU mit der AfD und sieht darin eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Kritik übt der BKU zudem an den Diskussionen der vergangenen Tage über eine mögliche Koalition oder politische Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien nach den Landtagswahlen in Thüringen. Dies wäre ein „Verrat an christdemokratischen Werten“.

Gegen offene Gesellschaft und globalisierte Wirtschaft

Lobend äußert sich der BKU zu den Worten des CDU-Generalsekretärs Paul Ziemiak, der in einem Gastbeitrag für den „Spiegel“ die „dringend notwendige entschiedene Abgrenzung zur AfD“ vorgenommen habe. „Eine Partei wie die AfD, die einen völkisch-autoritären Politikansatz verfolge, steht sowohl einer offenen Gesellschaft als auch einer globalisierten Wirtschaft entgegen“, heißt es in einer Mitteilung des katholischen Unternehmerverbandes.

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„Auch künftig benötigen wir zur Stabilisierung unseres Arbeitsmarktes Zuwanderung. Diese wird ausbleiben, wenn Menschen in unserem Land Angst vor rassistischen oder ethnischen Anfeindungen haben müssen“, so der BKU-Vorsitzende Ulrich Hemel. Eine Politik, die sich gegen die Menschen aus anderen Ländern richte, die in Deutschland heimisch geworden und vielfach wertvolle Mitarbeiter in deutschen Unternehmen seien, widerspreche dem christlichen Menschenbild.

BKU bekennt sich zum "Friedensprojekt Europa"

Darüber hinaus bekennt sich der BKU auch zu Europa und spricht von einem „Friedensprojekt, das nicht durch Nationalismus und Protektionismus gefährdet werden dürfe“. Auch die ablehnende Haltung der AfD zum Euro sei nicht nur friedensgefährend, sondern wirke sich auch negativ auf die deutsche Wirtschaft aus.

Grundsätzlich trete man jedem Politikansatz entgegen, so Hemel, „der unsere demokratisch verfasste Ordnung, die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und die Grundlagen der Christlichen Soziallehre in Frage stellt“. Dazu gehöre auch eine Zusammenarbeit demokratischer Parteien mit Extremisten.

DT/mlu

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