Köln

"Wir sind eine geistige Heimat"

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) wird 70 Jahre alt. Der Vorsitzende, Ulrich Hemel, blickt im Interview nach vorn und zurück.
Ulrich Hemel
Foto: dpa | Ulrich Hemel, Vorsitzender des Bundes katholischer Unternehmer.

Der Austausch mit Gleichgesinnten, die Diskussion über wirtschaftliche Probleme und auch spirituelle Angebote: Alle diese Faktoren machen aus Sicht von Ulrich Hemel das aus, wofür der BKU steht. Der Unternehmerverband gehört zu den wenigen starken Stimmen, die in der Öffentlichkeit immer wieder hervorheben, wie sehr die Katholische Soziallehre eine Kraftquelle für die Soziale Marktwirtschaft ist. "Wir müssen die Soziale Marktwirtschaft neu entdecken", sagt Hemel im Gespräch mit der Tagespost. Es sei zwar in den vergangenen Jahrzehnten nicht unbedingt leichter geworden, als katholischer Verband in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Aber gerade jetzt sei es wichtig aus der Perspektive der christlichen Ethik die großen Herausforderungen der Globalisierung und Digitalisierung in Angriff zu nehmen. Es gehe darum, der Sozialen Marktwirtschaft international zum Durchbruch zu verhelfen. Und auch in Deutschland müsse das Verhältnis zwischen Wettbewerb und sozialen Standards ständig neu ausgehandelt werden. Daran wolle sich der BKU auch weiterhin beteiligen und sich in Debatten deutlich zu Wort melden. Hier zeige sich, wie Hemel betont, dass auch heute ein katholischer Verband noch Wirkungskraft hat.

DT/sesa

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Redaktion Christliche Ethik Katholische Soziallehre Katholizismus Marktwirtschaft Soziale Marktwirtschaft Ulrich Hemel

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