Washington

Biden ernennt Sondergesandte für LGBT-Rechte

Von Obama eingeführt, von Trump vakant gelassen: Der Posten des US-Sondergesandten für LGBT-Rechte wird von Joe Biden mit der LGBT-Aktvistin Jessica Stern besetzt.
US-Präsident Joe Biden Biden würdigt "Pride Month"
Foto: Susan Walsh (AP) | Wie das Weiße Haus vergangenen Freitag bekannt gab, wird der Demokrat Biden die LGBT-Aktivistin Jessica Stern mit dem Amt des US-Sondergesandten für LGBT-Rechte betrauen.

US-Präsident Joe Biden wird den vom ehemaligen Präsidenten Barack Obama geschaffenen Posten des US-Sondergesandten für LGBT-Rechte wieder besetzen. Wie das Weiße Haus vergangenen Freitag bekanntgab, wird der Demokrat Biden die LGBT-Aktivistin Jessica Stern mit dem Amt betrauen. Die 63-jährige Stern ist derzeit Geschäftsführerin der LGBT-Lobbyorganisation OutRight Action International.

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Zweite Person im Amt

Die Sondergesandte werde eine führende Rolle dabei spielen, die „Rechte von LGBTQI+-Personen weltweit“ durchzusetzen, hieß es in einer begleitenden Pressemitteilungen des Weißen Hauses. Diese seien derzeit „in allen Regionen der Welt“ zunehmend bedroht. Die Sondergesandte werde gleichgesinnte Regierungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen und internationale Organisationen zusammenbringen, „um Würde und Gleichheit für alle aufrechtzuerhalten“.

Stern wird die zweite Person überhaupt sein, die den Posten des LGBT-Sonderbotschafters innehat. Bidens Amtsvorgänger Donald Trump hatte die Stelle nicht besetzt. Der erste Sondergesandte, im Jahr 2015 von Obama ernannt, war Rand Berry.

Biden würdigt "Pride Month"

Nach Angabe der Biden-Regierung sei Stern auf die Themen „Gender, Sexualität und Menschenrechte weltweit“ spezialisiert. Mit ihrer Arbeit für OutRight Action unterstütze sie unter anderem die gesetzliche Registrierung von LGBTIQ-Organisationen weltweit, und sie habe geholfen, das Mandat des Unabhängigen Experten der Vereinten Nationen für die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität sicherzustellen. Zudem stelle sie Regierungen und Menschenrechtsorganisationen weltweit ihre Expertise zur Verfügung. Stern ist darüber hinaus Lehrbeauftragte für internationale und öffentliche Angelegenheiten an der Columbia University in New York City und Professorin an der Pardee School of Global Studies der Universität Boston.

Biden machte die Ankündigung zur Personalie Sterns in Zusammenhang mit einer Würdigung des Monats Juni als „Pride Month“. Dieser stehe für Liebe, erklärte Biden – „in der Lage zu sein, sich selbst zu lieben, zu lieben, wen auch immer man liebt, und dieses Land so sehr zu lieben, um es fairer, freier und gerechter zu machen“. Biden wird Stern am kommenden Freitag offiziell ins Amt einführen.  DT/mlu

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